Die Ballettlehrerin, die nie eine sein wollte ;)

"Niemals", höre ich mich immer wieder sagen und abwinken, "das ist nichts für mich."

Der Gedanke, als Ballettlehrerin Laien Ballettschritte beizubringen, löste in mir schon immer blanken Horror aus.

Ballett ist soviel mehr als nur Schritte. Die Schritte sind "nur" das sichtbare Ergebnis der eigentlichen Arbeit. So wie bei einem Dichter die Worte. Und überhaupt: Welcher Laie interessiert sich für die Weisheiten des Tanzes? Und wie sollte ich diese überhaupt vermitteln? Nee, nee, nee, nee, nee. "Das ist nichts für mich!". 

Lass Dich mitnehmen auf eine Reise durch eine vier Jahrzehnte anhaltende und innige LiebesBeziehung zum Ballett, die mich eine Metamorphose nach der anderen durchlaufen lässt. Von der Elevin zur Solistin über meine Abkehr bis hin zur Rückkehr als - Ballettlehrerin. 😀 

Erfahre,

  • warum ich tue, was ich tue.
  • wie das Concsious Ballet entstand.
  • wozu ich mich heute berufen fühle.

Hol Dir gerne einen Tee oder Kaffee und let’s go! … 5,6,7,8.

Der Beginn einer großen Liebe

Als ich etwa 5 Jahre alt war, sah ich meiner Mutter in einer privaten Ballettschule beim Training zu und dachte: "DAS will ich auch machen!"

Nach einer Probestunde für Kinder fühlte ich mich von der Ballettlehrerin in diesem Wunsch nicht ernst genommen. Die ganze Zeit wartete ich darauf, dass wir endlich Ballett machen würden. Stattdessen klatschten wir zum Takt in die Hände und hüpften mit eingestützten Händen durch die Diagonale, was ich todlangweilig fand.

Mit 9 Jahren begann ich meine Ausbildung an der Staatlichen Ballettakademie der John-Cranko-Schule in Stuttgart, wofür ich ganz selbstverständlich 6x die Woche jeweils eine Stunde Hin- und Rückfahrt in Kauf nahm.

Bis ich 12 Jahre alt war, verlief alles hervorragend. Liebevolle Ballettlehrerinnen lehrten uns mit viel Geduld, wohlwollender Strenge, pädagogischem Einfühlungsvermögen und gelegentlichem Augenzwinkern Ballett. Ich wirkte an Vorstellungen des Stuttgarter Ballett mit und sog die Ära um Marcia Haydeé, Birgit Keil und Richard Cragun hautnah auf und stand mit ihnen gemeinsam auf der Bühne.


Ein erster Knacks

Den ersten Knacks erhielt ich durch den Wegzug meiner Lieblings-Ballettlehrerin in die Staaten. Die neue Lehrerin kam aus der damaligen DDR und ließ an Härte und Gemeinheiten nichts zu wünschen übrig. Sie erfüllte fast jedes Klischee einer Ballettlehrerin.

Sie war jedoch kein schlechter Mensch. Sie gab nur weiter, was sie selbst gelernt hatte und woran sie glaubte. Auch wenn die Wunden schmerzten, die sie mir durch ihr Verhalten zufügte, mochte ich sie. Sie war kein böser Mensch und meinte es im Grunde nur gut.

Rückblickend weiß ich, dass dieser Knacks mich zwang, innerlich umzudisponieren. Bis dahin war Ballett mein sicherer Hafen gewesen. Hier kannte ich die Regeln, wusste, wo mein Platz war, fühlte mich aufgehoben. Auf einmal war das alles weg und wurde genauso unberechenbar, wie ich mein Leben außerhalb der Ballettschule empfand.


Mein Seelenort

Über mehre Monate hinweg weinte ich gefühlt in fast jedem Training. Das Weinen wurde zu Beginn des Unterrichts durch die Musik ausgelöst, war keinem bestimmten Grund zuzuordnen und hielt etwa 10-15 Minuten an. Vom Training ließ ich mich deswegen nicht abhalten, da ich ja nicht wusste, weshalb ich weinte. Nach einigen Monaten hörte das Weinen wieder auf.

Aus heutiger Sicht würde ich sagen, mein System hat damals das Fundament eines inneren Ortes gelegt, an den ich meine Seele und meine Gefühle in Sicherheit bringen konnte. Dieser Seelenort war weit weg von allem ganz tief in mir drin.

In gewisser Weise ermöglichte mir so das Ballett auf diese Weise das Überleben in einer Umgebung, die ich mit zunehmendem Alter als immer härter und kälter empfand. Nicht nur in der Ballettschule. Dieser Ort war nur noch durch Musik und Tanz erreichbar und öffnete sich auch nur noch im Tanz.

Dieser sichere Seelenort sollte später Anlass sein, dem Tanz den Rücken zu kehren. Doch ich greife vor.


Der große Bruch

Mit 14 wechselte ich unfreiwillig aufgrund eines Umzugs von der Stuttgarter John-Cranko-Schule an die Hamburger John Neumeier Schule, der Staatlichen Ballettschule des Hamburg Ballet. Niemals hätte ich mir erträumt, mir meine DDR-Ballettlehrerin zurückzuwünschen. Bis ich meine neue Ballettlehrerin erlebte.

Bei dieser Frau konnte ich keine Liebenswürdigkeit mehr im Leib wahrnehmen. Ich empfand sie als boshaft. Sie toppte wirklich ALLE Klischees, die Du jemals über eine Ballettlehrerin aufgeschnappt hast. Ihr russisches “iiiiiiiii rrrrasssssss” klingt mir bis heute in den Ohren. 🙉

Bei ihr lernte ich, mir meine Aufmerksamkeiten zu erhungern. Glücklicherweise fehlte es mir in dieser Beziehung an Ehrgeiz, um bei einer Körpergröße über 1,70m dauerhaft unter 50kg zu bleiben.


Die Angst nahm Überhand

Diese Lehrerin wurde nach einem Jahr gegangen. Ihr folgte eine liebenswürdige, warmherzige Ballettlehrerin und wundervolle Pädagogin. Für mich leider zu spät.

Das mit 12 Jahren angelegte unterirdische System, dass mir erlaubte, mich in mich selbst zurückzuziehen, war mir vertraute Umgebung geworden. Dort fühlte ich mich sicher. Auch, wenn ich spürte, dass meine neue Ballettlehrerin es wirklich gut mit mir meinte, hatte ein Teil in mir schon zu viel Vertrauen verloren und war nicht mehr bereit, hervorzukommen.

In Hamburg schien meine Liebe und Begeisterung fürs Ballett, vor allem für das Moderne Ballett, nicht zu zählen. Meine Begeisterung und mein Selbstvertrauen waren in Angst vor Fehlern umgeschlagen. Vor allem jedoch in die Angst, nicht dünn genug zu sein. 

Mein Talent schien ohne die entsprechende Dürre meines Körpers nichts wert zu sein. Zudem wurde mir negativ ausgelegt, dass es mir nicht egal war, wenn eines der Mädchen weinend aus dem Training lief und ich nachging, um nach ihnen zu sehen. Ich sei zu sensibel für diese Welt, hieß es.


Zu sensibel für diese Welt

Wenn “zu sensibel” sein bedeutet, nicht in einer Welt leben zu wollen, in der Menschen glauben, es sei von Vorteil, seine seelischen Schmerzen wegzudrücken und sich eine dicke Haut zuzulegen, dann JA, dann bin ich zu sensibel für diese Welt.
Nur, weil diese Menschen ihre seelischen Schmerzen nicht mehr fühlen können, bedeutet das nicht, dass ich als Hochsensitive sie nicht fühlen kann. Das war ein harter Lernprozess, damit umgehen zu lernen.

Ich war bereit, viel von mir wegzudrücken, in dem verzweifelten Glauben, es würde mir dann besser gehen. Doch weigerte ich mich, diesen letzten Schritt zu gehen, mit dem ich mich endgültig zuzementiert hätte. In meinem tiefsten Inneren glaubte ich nie daran, dass dieser Weg der richtige sein kann. Auch wenn alle um mich herum das so zu leben schienen.

Nach der Halbjahresprüfung in meinem 2. Jahr in Hamburg - ich war 16 - meldete ich mich eigenständig von der Ballettschule ab. Ich hatte es satt, meinen Wert von meinem Gewicht abhängig zu machen. 

Die Jahresendprüfung machte ich trotzdem und fiel durch. Eine der tiefgründigsten Erfahrungen meines Lebens, die ich nicht missen möchte und mir mein ersten Lebensmotto bescherte: Vermeide WENNs in Deinem Leben. Gibt es eine Möglichkeit, etwas zu tun, um ein WENN in Deinem Leben zu vermeiden, nutze sie. 


Ich vermied das wichtigste WENN meines Lebens

Es folgten Jahre der Orientierungslosigkeit, in denen ich mich ausgiebig der Bulimie hingab. Es gab nichts mehr, wofür es sich für mich zu leben lohnte, da konnte ich die Zügel schießen lassen – so meine Gedanken.

Ich lernte, wie ein ganz normaler Teenager zu leben. Sammelte meine ersten Erfahrungen mit Jungs, fing an zu rauchen, brach die Schule ab, zog aus und lernte, mich selbst über Wasser zu halten.

Nach drei Jahren wurde ich durch “Zufall” auf eine neu gegründete Berufsfachschule für Tanz aufmerksam. Ich meldete mich an, bestand die Aufnahmeprüfung und schloss drei Jahre später meine Ausbildung ab.

An dieser Schule lernte ich die viel freiere amerikanische Art zu trainieren kennen (try & error) und hielt bereits 6 Monate vor meiner Abschlussprüfung meinen ersten Vertrag als Gruppentänzerin mit Soloverpflichtung am Landestheater Kiel in Händen. Das war Anfang 1997. Ich war gerade 22 Jahre alt geworden.


Theaterzeit

Es folgten weitere Engagements als Solistin im Staatstheater Kassel (1999 – 2001) und im Staatstheater Braunschweig (2001 – 2010), wo ich heute mit meinen beiden Kindern lebe. Ich durfte Gastspiele in Polen und China erleben und repräsentierte auf mehreren deutschen Tanztreffen die Arbeit unserer Compagnie.

2005 durchlebte ich einen Burnout. So viel zu der vielgehörten Aussage: “Du musst einfach nur Deinem Traumberuf nachgehen, dann bekommst Du auch keinen Burnout!” Das ist ausgemachter BULLSHIT! Sorry, dass ich das in solcher Deutlichkeit sage. Doch Burnout hat absolut nichts mit der beruflichen Ebene zu tun. In ein Burnout gerätst Du, weil auf der Beziehungsebene etwas ganz gehörig schief läuft. Und zwar in der Beziehung zu Dir selbst!

2010 erlebte ich einen Wearout. Dieses ist von einem Burnout äußerlich nicht zu unterscheiden. Die wenigsten wissen, das es existiert. Das innere Erleben dieser beiden Phänomene trennt Welten.
Bei einem Burnout überwiegen die Selbstverbrenner-Anteile. Hier steht die Existenz der eigenen Person auf dem Spiel.
Bei einem Wearout kommen die stressverursachenden Faktoren überwiegend von außen. Die/Der Betroffene ist als Person relativ stabil, weiß jedoch nicht, wie er sich dem Stress von außen entziehen könnte.


Die große Wende

Im selben Jahr wachte ich eines Morgens auf und hatte glasklar die Botschaft: “Du musst gehen!” Es war die klare Aufforderung, meine aktive Laufbahn als Tänzerin zu beenden.

Auf meine Frage, weshalb, bekam ich die Antwort: “Um ganz werden zu können!”

Mir war damals bereits bewusst, dass ich meine Gefühlswelt auf die Bühne ausgelagert hatte. Ich hatte zwar keine Ahnung, wie ich das gemacht hatte, geschweige denn, wie ich das würde rückgängig machen können. Was mir jedoch schmerzlich bewusst war, war, dass mein verlässlichster Lehrer, der mich wie nichts anderes in meinem Leben in meiner persönlichen Entwicklung gefordert und gefördert hatte, nun daran hinderte, zu leben.

Heute weiß ich, dass ich damals an den Punkt gekommen war, an dem jede:r Traumaüberlebende irgendwann landet, wenn sie/er sich nicht bewusst darüber wird, dass sie/er traumatisiert ist:

Der Moment, wenn sich die Überlebensstrategie”plötzlich” gegen Dich wendet und zur Ursache Deiner Probleme wird.


Wege wollen nicht nur geträumt werden

Ich musste das Ballett loslassen und mir die Chance geben, aus den Katakomben in mir zurück an die Oberfläche zu finden. Ich wusste, würde ich weitertanzen, würde ich weitermachen wie bisher. Dafür waren das Ballett und ich einfach viel zu eng miteinander verbunden.

Es war Zeit, mich von Geschichten, deren Ausgang ich schon im Vorfeld kannte, zu verabschieden und mich auf das Unbekannte einzulassen - das LEBEN. Das bezog sich vor allem auch auf meine damaligen Glaubenskonstrukte, die mir weismachten, ich wüsste, wie das Leben läuft.

Das machte mir Riesenangst. Doch ich spürte, dass sich mir dieser Weg erst unter die Füße legen würde, wenn ich ihn beschreite. 


Die Zeit "zwischen" dem Tanzen

Nachdem ich meine Tanzkarriere beendete, machte ich eine Ausbildung zur Personal Trainerin, begann parallel dazu meine Ausbildung zur Burnout Lotsin (heute Balance Sensor) und Burnout Coach. Über diese Ausbildung kam ich zum Lachyoga, wurde Lachyoga-Lehrerin und bildete eine zeitlang selbst Lachyogis aus.

Durch meine Arbeit mit meinen Klient:innen kam ich auf die Idee, mich zur Führungskräfte-Trainerin in Gesundem Führen ausbilden zu lassen. Der Fisch beginnt ja bekanntermaßen immer am Kopf zu stinken. Wenn ich wirklich etwas bewegen wollte in dieser Welt – und das wollte ich – dann müsste ich ja eine Ebene weiter oben ansetzen.

Mit einem fremden Konzept als Führungskräfte-Trainerin zu arbeiten, zog mich allerdings nie. Stattdessen konzipierte ich nach dieser Ausbildung einen eigenen Führungskräfte-Workshop, der auf Strukturen von Tanz in Gruppen basiert und bei einem Testlauf mit 12 Führungskräften auf totale Begeisterung stieß. Dieser Workshop liegt derzeit in der Schublade und wartet auf seine Zeit.


Floor Barre, Trance Tanz, Positive Psychologie...

Ich absolvierte unzählige Weiterbildungen und Selbsterfahrungsseminare in den Bereichen Körperarbeit, Gewaltfreie Kommunikation, Positive Psychologie, besuchte einen Vorbereitungskurs zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (ohne Prüfung), nahm an einer Ausbildung zur Trance Tanz Presenterin teil, zur Floor Barre Trainerin und und und. Vergangenes Jahr absolvierte ich eine Ausbildung als spirituelle Beraterin und als Aromapraktikerin. Aktuell (2022) widme ich mich dem Erforschen und Studieren der Chakren und der Psychologie der Chakren.

Währenddessen tauchte ich 15 Jahre lang tiefer und tiefer in die Selbsterforschung ein. Ich war schon immer ein Mensch, der den Dingen gerne auf den Grund geht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich tauschte mich mit vielen Menschen aus, beobachtete meine Klient:innen und lernte von ihnen. Buchte Coachings und Kurse, bis ich an die Wurzel meines Kerntraumas vordringen, es lösen und integrieren konnte. 

Meine Selbsterforschung erstreckt sich mittlerweile weit über mein eigenes und mein familiäres System hinaus bis ins transgenerationale und kollektive Feld. Ahnenarbeit und Patriarchatsforschung sind u.a. als Forschungsfelder hinzugekommen.


Ich wollte nie Ballettlehrerin werden

Während all dieser Zeit unterrichtete ich mal mehr mal weniger an privaten Ballettschulen. Direkt nach meiner Zeit am Theater übernahm ich feste Klassen, die ich aber wieder abgab. Ich sah mich selbst nie als Ballettlehrerin. Eher als Impulsgeberin.

Von Beginn an sprach ich im Unterricht von Energien und versuchte in Worte zu fassen, was ich selbst beim Tanzen fühle und spüre. Dabei hatte ich immer das Gefühl, meine Schüler:innen halten mich für verrückt und können mit meinen Anleitungen nicht wirklich was anfangen. 

Nach etwa 3-4 Jahren kompletter Abstinenz rief mich das Ballett 2019 wieder zu sich. Es war Zeit, zurückzukehren.

Ich übernahm wieder eine feste Klasse. Etwas später eine zweite mit überwiegend älteren Teilnehmenden und mit ihnen änderte sich für mich alles.

Diese Klasse war so begeistert über meine Art Training zu geben und gab mir so viele bestärkende Rückmeldungen, dass ich das erste Mal zu glauben begann, dass es vielleicht doch was Nützliches ist, was ich da tue. Dass es sehr wohl Menschen gibt, die Interesse daran haben, auf diese “energetische” Weise unterrichtet zu werden.


Wie das Conscious Ballet entstand

Ich liebe es, die Bewegungen meiner Schüler:innen zu beobachten und zu analysieren. Dabei nutze ich vor allem meine sehr feine Wahrnehmung der Bewegungsqualität als Hochsensitive.

Mein Ziel ist, immer besser ergründen 😉 zu können, wo und vor allem WIE genau meine Trainees auf der physischen, energetischen, geistigen, mentalen oder emotionalen Ebene ansetzen können. So kann ich immer gezieltere Impulse geben, um sie darin zu unterstützen, die Bewegungen wirklich zu ihren eigenen zu machen, technische Hürden zu meistern UND sich gut zu fühlen.

Nach und nach ließ ich immer mehr Wissen aus all den anderen Bereichen in meinen Unterricht einfließen. Irgendwann fiel mir auf, dass meine Gehirnwindungen nach dem gemeinsamen Nenner von Ballett und Burnoutaufarbeitung suchten. Intuitiv ist er mir schon lange klar. Doch in Worte fassen lassen wollte er sich nicht.


Ein neues Projekt entsteht

So entstand im Oktober 2020 das Conscious Ballet. Es ist Ausdruck meines 10 Jahre gehegten Traums, Menschen, die nicht professionell tanzen (wollen), an der Weisheit des Tanzes teilhaben zu lassen.

Meine Beziehung zum Ballett, soweit ich sie bisher greifen kann, besteht aus einer rückhaltlosen Liebe zu dem, was Ballett für mich ist, und einem Kampf mit dem, wozu Ballett gemacht wird und womit ich in der Ausübung meiner Berufung automatisch konfrontiert war.

Seit ich den Mut fand, meinen Traum in die Tat umzusetzen und daraus das Conscious Ballet zu entwickeln, hat sich für mich ein neues Forschungsfeld eröffnet:

Die Rolle von Ballett in unserer Gesellschaft.


Ballett wird missbraucht

Ballett ist für mich die Spielwiese des harmonischen Zusammenspiels von Gefühl und Form, Kraft und Weichheit, Stärke und Sanftheit. Kurz: Der weiblichen und männlichen Qualitäten in uns.

Ich sehe Ballett missbraucht als Waffe gegen Mädchen und Frauen sowie gegen Jungen und Männer und Diverse, die nicht in das Bild einer patriarchalen Gesellschaft passen.

Es wird als Austragungsort eines unerbittlichen Kampfes zwischen Gefühl und Form benutzt, indem die Form über das Gefühl erhoben wird. Sowohl bei der Ausführung von Ballett wie auch in der äußerlichen Erscheinung der Ausübenden.

Ich brauchte 37 Jahre meines Lebens, um diesen Unterschied zwischen meiner Liebe zum Ballett, was es für mich ist, und meiner Gefangenschaft in den Wirrnissen des Systems, das es missbraucht, zu erkennen und zu verstehen.

Ich fühle mich gerufen, diesen Unterschied aufzudecken, indem ich darüber spreche und schreibe. Vor allem, indem ich es so allumfassend lehre, wie ich es verstehe. 

Ich sehe meine Mission darin,  Heilung in das Feld des Balletts zu bringen, indem ich die Weisheiten des Balletts in meinen Trainings und auf meiner Seite zugänglich mache. 


Meine Vision

Ich will das Bild von Ballett und Ballettausübenden in der allgemeinen Bevölkerung revolutionieren. Niemand mehr soll sich Gedanken darüber machen, ob sie/er fürs Ballett "geeignet" oder "talentiert" genug ist. Die Frage nach dem SPAß soll stattdessen im Vordergrund stehen.
Es kann nicht sein, dass eine so wertvolle Ressource praktisch nicht genutzt wird, weil sie mit völlig abstrusen Vorstellungen und falschen Vorurteilen zubetoniert ist.

Auch ist es mir ein sehr großes Bedürfnis, die Ambivalenz von Verehrung bei gleichzeitiger Geringschätzung gegenüber professionellen Tänzer:innen zu erforschen und aufzudecken.

Sowohl Tänzer:innen selbst als auch Menschen ausserhalb der Ballettwelt sind sich häufig gar nicht im Klaren, was für unfassbar wertvolle Qualitäten Tänzer:innen mitbringen, die sie sich während ihrer Ausbildungszeit und aktiven Tanzlaufbahn aneignen. Die Wirtschaft würde sich die Finger nach Menschen mit solchen Skills lecken.

Es gilt, hier Unzähliges zurechtzurücken.


Wofür ich gehe

Es gibt so viel Inspirierendes und Wissenswertes, was wir vom Ballett und vom Tanz für unser Leben und Miteinander lernen und nutzen können, dass es eine Schande wäre, dieses Wissen nicht zu entstauben und einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Genau dazu möchte ich beitragen. Sei es, um alte Wunden zu heilen oder sich einen Traum zu erfüllen. Oder beides.

Es muss nicht immer die Hauptrolle im Außen sein. Viel wichtiger ist es , die Hauptrolle im eigenen Leben zu tanzen.

Bist Du bereit, endlich die Hauptrolle in DEINEM Leben zu übernehmen, arbeite ich gerne mit Dir. Um herauszufinden, mit welchem Angebot ich Dich in Deinem Vorhaben am besten unterstützen kann, vereinbare einfach einen 20-minütigen Kennenlern-Call per Zoom mit mir (hier klicken)


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