Stress kann durch Lachen verursacht werden

Wie Lachen im Alltag trennt, verletzt und stresst

Lachen und Stress. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Lachen ist gesund und verbindet. Stress ist so, wie wir ihn verstehen, nicht gesund und trennt uns. Von uns selbst und von unserem Umfeld.

Die Italiener wissen „Lachen macht gutes Blut.“ Was stimmt – alleine schon wegen der vermehrten Sauerstoffzufuhr durch die vertiefte Atmung. Negativer Stress dagegen versaut uns unser Blut mit Stresshormonen, die uns hibbelig und nervös machen und uns nicht mehr erlauben, klar zu denken.

Wie gesund das Lachen wirklich ist, kannst Du in unzähligen wissenschaftlichen Studien der seit den 1960ern bestehenden Gelotologie – der Wissenschaft über die Auswirkungen von Lachen – nachlesen.

Den verbindenden Aspekt haben die Chinesen in einem Sprichwort festgehalten: „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“

Sicherlich hast auch Du schon einmal erlebt, dass sich ein Streit und die damit einhergehenden negativen Gefühle in Luft aufgelöst haben, weil einer von Euch beiden Streithähnen plötzlich anfangen musste zu lachen.

Lachen distanziert

Wenn Du mitten in einem Streit anfangen musst zu lachen und der andere mit einsteigt, verfliegen Eure negativen Emotionen, weil Lachen die wunderbare Nebenwirkung mit sich bringt, dass man nicht mehr denken kann.

Die Folge: Der Stress verfliegt.

Warum?

Weil Stress im Kopf entsteht. Und wenn Du nicht mehr denken kannst, hast Du auch keinen Stress! So einfach.

Mit Lachen kannst Du Dich innerhalb weniger Augenblicke vom Stress und Deinen Alltagssorgen distanzieren.

Letztendlich ist es nichts anderes als eine Atemmeditation. Nur halt ein bisschen lustiger. 😉

Lachen kann aber auch trennend wirken

Leider nutzen viele diese wunderbare Eigenschaft der Distanzierung auf eine weniger schöne Art. Auf eine trennende nämlich.

Es begegnet uns in Form von hämischem, triumphierendem, ironischem, zynischem, sarkastischem und spöttischem Lachen. Hier habe ich bereits darüber geschrieben.

Dann löst Lachen in uns und unserem Umfeld Stress aus.

Ich finde es erstaunlich, dass wir Menschen uns in solchen Momenten als stark wahrnehmen. Denn andere Menschen mit Häme und Spott zu übergießen zeigt ja letztendlich nur, dass eine kleine verletzte Seele sich zu schützen sucht.

Wir scheinen dann nicht zu bemerken, dass wir gerade unsere tiefste Wunde präsentieren.

Das Umfeld nimmt das meist nicht so wahr, weil es zu sehr damit beschäftigt ist, nicht vor Wut zu platzen oder sich vor Scham in Luft aufzulösen.

Ich kenne solche schwachen Momente leider zu Genüge. Ich habe sehr früh eine abgeklärte Haltung dem Leben gegenüber eingenommen.

Bereits mit 18 bekam ich öfter ein „Mann, bist Du abgeklärt!“ zu hören. Man könnte sagen, ich sprühte nur so vor Sarkasmus (oder auch  Zynismus).

Auch heutzutage passiert es mir gelegentlich, dass ich mich auf Abwegen in meinen alten Mustern befinde. Das sind keine sehr schönen Momente in meinem Leben. Nie fühle ich mich einsamer und getrennter von den Menschen, die mich umgeben und nie kann ich mich selbst weniger leiden als in diesen Momenten!

Lachen kann verletzen

Der Witz ist: Mit diesen negativen Formen des Lachens magst Du vielleicht Dein Umfeld verletzen und hältst es Dir auf diese Weise von der Pelle. Am meisten aber verletzt Du Dich selbst damit!

Du missbrauchst diese wunderbare Eigenschaft des Lachens, Dir schnell Distanz zu verschaffen, um das Leben abzuwehren.

Anstatt offen zu bleiben für Dein Umfeld, entscheidest Du Dich, Dein Mitgefühl wegzulachen. Du magst das vielleicht als Stärke empfinden. Im tiefsten Inneren aber weißt Du, dass dem nicht so ist.

Tief in Dir drinnen weißt Du, dass Du das tust, weil Du nicht weißt, wie Du Dich sonst von Deinem Umfeld abgrenzen sollst.

Du missbrauchst das Lachen, um Menschen von Dir fern zu halten.

Weil Dich Deine Ohnmacht angesichts ihrer Sorgen und Ängste fast verrückt macht. Du hast nicht gelernt, die Verantwortung da zu lassen, wo sie hingehört. Dein kein Vertrauen in die Menschen, dass sie ihre Probleme selber lösen können, ist gleich Null, weswegen Du Dich ständig verantwortlich fühlst.

Das Problem: Wenn Du Dich von den unschönen Dingen des Lebens distanzierst, distanzierst Du Dich auch von den schönen Dingen des Lebens.

Möchtest Du Glück, Freude und Liebe in vollen Zügen genießen, brauchst Du die Bereitschaft, Unglück, Trauer und Verlust in Kauf zu nehmen.

Es handelt sich um zwei Seiten ein und derselben Medaille. Du kannst nicht das Eine ohne das Andere haben, denn das Eine macht das Andere ja erst möglich.

Lachen kann Stress verursachen

Mal abgesehen von den psychischen Verletzungen, die Du Dir und Deinem Umfeld mit den negativen Formen des Lachens zufügst, schadest Du damit auch Deinem Körper.

Deinem Körper ist es zwar egal, ob unser Lachen echt ist oder nicht. (Mehr dazu hier)

Ihm ist es aber nicht egal, ob unser Lachen boshaft ist oder nicht.

Jede unserer Emotionen wirkt sich ihrer Eigenschaft entsprechend auf unseren Körper aus. Dazu gibt es ein tolles Schaubild einer finnischen Studie eines Teams um Lauri Nummenmaa,  aud der zu sehen ist, wo sich Gefühle wie „Freude, Wut und Trauer im Körper abbilden.“ (spiegel-online)

So wie angenehme Gefühle positive Auswirkungen auf unseren Körper haben, können sich negative Emotionen auch negativ auf unseren Körper auswirken.

Negative Gefühle erzeugen im Körper negativen Stress, auch Distress genannt, welcher über einen langen Zeitraum hinweg zu Burnout führen kann.

Sich dem Leben öffnen

Aus eigener Erfahrung kann ich jedem nur ans Herz legen, den vermeintlich schützenden Panzer des Sarkasmus (oder was auch immer vorherrscht) zu verlassen und sich wieder dem Leben zu öffnen.

Für einen selbst fühlt sich das an, als würde man sich in aller Öffentlichkeit nackt ausziehen. Aber ich denke, für Deine Umgebung ist es einfach nur erholsam und entspannend, wenn Du Dich wieder in ihre Mitte begibst. Und für Dich selbst letztendlich auch.

Es ist anstrengend, Mauern zu bauen und aufrecht zu erhalten. Das Leben fordert schon genug von uns ab. Weshalb sich selbst noch diese zusätzliche Bürde auferlegen?

Beobachte Dich und Dein Umfeld doch mal in den kommenden Tagen. Wie und wann lachst Du oder jemand und was macht das mit Dir? Wie fühlt es sich in Dir an?

Ich wünsche Dir eine gute Restwoche und einen erfolgreichen Striptease. 😉

Fröhlich lachende Grüße,

Jana

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Photo by Volkan Olmez on Unsplash

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