Welche Motivation steckt hinter Deinem Ja?

Motivation, Erwartung und Dankbarkeit

Welche Motivation liegt zugrunde, wenn wir uns über jemanden ärgern, der sich nicht dankbar für unsere Hilfe zeigt oder nicht im angemessenen Rahmen?

Wer legt diesen Rahmen fest, innerhalb dessen jemand Dir seine Dankbarkeit demonstrieren darf, soll, muss, kann?

Wir lernen von klein auf, in welchem Rahmen wir uns für geleistete Hilfe dankbar zeigen sollten. Als Maßstab gilt dabei in erster Linie, was das direkte Umfeld – allen voran die Eltern – für angemessen oder nicht angemessen hält.

Das macht die ganze Sache zu einer sehr persönlichen Angelegenheit und erklärt ansatzweise, weshalb um dieses Thema so viele Konflikte entstehen und diese oft sehr tiefgreifend sind.

Verschaffe Dir Klarheit über Deinen Rahmen

Wie vieles übernehmen wir auch diesen Dankbarkeits-Rahmen aus unserer Kindheit und Jugend.

Und wie bei all den anderen Themen kommen wir auch hier möglicherweise an einen Punkt, an dem wir uns der Verantwortung für diesen Rahmen stellen müssen.

Dann bist Du gefragt, Übernommenes zu hinterfragen und zu überprüfen, zu behalten, zu verwerfen und Neues hinzuzufügen.

Auf diese Weise verschaffst Du Dir Klarheit, wie DU Deinen Dankbarkeits-Rahmen gerne hättest und wie er ZU DIR passt.

Um diesen Rahmen zu überprüfen, kannst Du Dir z.B. Deine Motivation näher anschauen. Was genau veranlasst Dich zum JA-Sagen, wenn Du um einen Gefallen gebeten wirst?

Deine Motivation sagt etwas darüber aus, was Du als Gegenleistung von Deinem Gegenüber erwartest.

Und Deine Erwartungen zeigen Dir deutlich, wie Dein Dankbarkeits-Rahmen gesteckt ist.

Welche wahre Motivation liegt hinter Deinem JA?

Welche wahre Motivation liegt hinter Deinem JA?

Hast Du Dich schon mal gefragt, was Du versuchst zu schützen, wenn Du in wiederkehrenden Situationen statt NEIN immer wieder JA sagst?

Viele geben z.B. einer Bitte nach, um Harmonie und Frieden zu bewahren. Wenn dies auch auf Dich zutrifft, trau Dich bitte einmal in Ruhe darüber nachzudenken, welche Motivation hinter dieser Motivation steckt.

Ich bin mir sicher, dass Du Dir im Grunde sehr bewusst darüber bist, dass es sich dabei um eine sehr kurzfristige Lösung handelt.

Auf lange Sicht bewirkt sie genau das Gegenteil von dem, was Du durch Dein JA zu vermeiden suchst.

Unterm Strich handelt es sich um einen faulen Kompromiss, mit dem Du Dich lediglich einer Auseinandersetzung zu entziehen suchst.

Angst ist beim JA-Sagen die größte Motivation!

Vielleicht hast Du Angst davor, dass man Dich

  • ablehnen könnte.
  • für egoistisch hält.
  • dann nicht mehr mag.
  • für herzlos und gefühlskalt hält.
  • für schuldig erklärt, wenn der andere traurig, verletzt, verärgert oder wütend wird.

Wenn Du aus einem dieser Gründe oder einem ähnlichen Grund nicht NEIN sagst, lass mich die ganze Sache mal anders formulieren:

Wenn Du jemandem hilfst, erhoffst Du Dir als Gegenleistung

  • Liebe
  • Dankbarkeit
  • Anerkennung
  • Bewunderung
  • Wertschätzung

Was löst das in Dir aus, wenn Du diese Aufzählung liest? Fühlt sich das noch selbstlos und rücksichtsvoll an?

Wir missbrauchen Hilfe als BedürfnisErfüllungsStrategie

Wir missbrauchen die Gelegenheit einer Bitte dafür, um uns oben genannte Bedürfnisse zu erfüllen…..

…. und sind tief verletzt, wenn sich die Bittsteller dann nicht in der erhofften Weise bei uns erkenntlich zeigen.

Damit sind wir wieder bei unserem oben erwähnten Dankbarkeits-Rahmen.

Motivation für ein gesundes NEIN lernen mit Jana Ritzen . Die GlücksSchmiedin

Welche Motivation treibt Dich, anderen zu helfen und was erwartest Du dafür von ihnen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich am besten fahre, wenn ich keinerlei Erwartungen an den Hilfesuchenden habe.

In meinem Beitrag NEIN sagen: Du kannst es nicht? Stimmt nicht! habe ich bereits darüber geschrieben, welcher Gedanke mich bei der Entscheidung unterstützt, ob ich jemandem einen Gefallen tun möchte oder nicht.

Ergänzend dazu möchte ich Dir heute ans Herz legen, Deinem Gegenüber Deine Hilfe bedingungslos zu gewähren.

Stelle stattdessen lieber Bedingungen an Dich selbst

Beispiele für Bedingungen Dir selbst gegenüber könnten sein, dass Du

  • Lust am Helfen spürst.
  • ein persönlichen Anreiz an der Aufgabe, die mit der Bitte verbunden ist, verspürst.
  • Spaß an der Erfüllung der Bitte hast.
  • eine Bitte nur erfüllst,  wenn sie keine größeren Komplikationen für Dich darstellt.

Überlege Dir eine eigene kleine Liste, unter welchen Bedingungen Du zukünftig gerne jemandem helfen möchtest.

Schreibe die Punkte auf einen kleinen Zettel, den Du zur Erinnerung immer bei Dir tragen kannst. In Deinem Portemonnaie beispielsweise.

Achte darauf, dass die Auswirkungen dieser Liste für Dich positiv oder zumindest neutral sind.

Welche Motivation versteckt sich hinter Deiner Hilfsbereitschaft?

Und wenn Du Dir endlich mal ein NEIN abgerungen hast und der/die Zurückgewiesene Dir vorwirft, Du seist egoistisch, dann denke

1. Ja, und das darf ich auch sein!
2. Wer von uns beiden ist denn jetzt gerade egoistisch? 😉

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

Hab eine wundervolle Woche!

Herzliche Grüße,
Jana

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Kennst Du schon meine 5-Tage-Challenge „Mut zum NEiN“? Hier geht’s lang…

Photo by Jon Tyson on Unsplash

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