Loslassen: 8 Impulse, die Dich darin unterstützen!

Loslassen ist das größte Geschenk, dass wir uns selbst machen können und doch tun wir uns unglaublich schwer damit.

Loslassen ist nichts, was wir machen können. Es ist etwas, wofür wir uns entscheiden und dann darauf hinarbeiten, dass es geschieht.

Lernst Du in Situationen, in den Du Schwere erlebst, in den gegenwärtigen Moment einzutauchen, präsent im Hier und Jetzt zu sein, wirst Du erleben, wie die Vergangenheit ihren Griff lockert und Dich mehr und mehr loslässt.

Um Dich zu ermutigen, Dich auf diesen Prozess einzulassen, habe ich Dir 8 Impulse zusammengetragen, die Dir die Entscheidung zum Loslassen schmackhaft machen sollen. 🙂

Impuls #1: Erlaube Dir, neue Wege zu gehen

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir die Erlaubnis zu geben, den einmal eingeschlagenen Weg verlassen zu dürfen, um einen anderen zu betreten. Einen der besser zu Dir passt, der sich stimmiger anfühlt.

Du musst nicht bis ans Ende Deines Lebens den Kurs halten, den Du irgendwann mal gewählt hast.

Du hast jederzeit das Recht, Deinen Kurs neu auszurichten. Macht Dein momentaner Weg Dich nicht glücklich und zufrieden, dann schlage einen neuen ein.

Du bist niemandem gegenüber verpflichtet, einen einmal gewählten Kurs für den Rest Deines Lebens weiterzugehen. Vor allem dann nicht, wenn Dich dieser Kurs immer weiter ins Unglück zieht und Dich bei dem Gedanken, ihn „für immer“ weitergehen zu „müssen“, ohnmächtiges Grauen befällt.

Erlaube Dir die Freiheit, einen Kurs einzuschlagen, den Du gehen MÖCHTEST. Nimm kleine Kurskorrekturen vor oder einen kompletten Kurswechsel.

Was auch immer Du brauchst, damit es Dir besser geht, gib Dir dafür die Erlaubnnis!

Impuls #2: Erlaube Dir, die Macht über Dein Leben zurückzuholen!

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dich von der Illusion zu lösen, Du würdest Menschen bestrafen, indem Du ihnen nicht verzeihst.

Dem ist nicht so.

Tatsächlich kettest Du Dich an diese Person(en) und verleihst ihnen unglaublich viel Macht über Dich und Dein Leben.

Eine Person in Deiner Vergangenheit hat Dich verletzt? Ein Mal? Zwei Mal? Zehn Mal? Noch öfter?

Wieviele hundert oder tausend Mal hast Du Dich selbst verletzt, indem Du an diesem Unrecht festhältst und es immer und immer wieder in Deinem Kopf abspielst?

Spür mal in Dich hinein und sei ganz erhlich zu Dir: Denkst Du wirklich, Du findest Deine Erlösung darin, dass eine Person eines Tages Einsehen hat und erkennen und bereuen wird, was sie Dir angetan hat?

Doch was, wenn sie nie einsehen wird, dass ihr Verhalten „falsch“ war? Wenn sie nie bereuen wird? Was wird dann aus Deiner Erlösung?

Was wird aus Deiner Erlösung, wenn diese Person ihr Verhalten als gerechtfertigt sieht? Wenn sie bis zu ihrem Tod der Überzeugung ist, „richtig“ gehandelt zu haben? Was dann? Wirst Du dann nie erlöst?

Verschwende Deine Energie nicht darauf, durch die Einsicht einer anderen Person Erlösung zu finden! Gib niemandem diese Macht über Dich!

Wie kannst Du die Macht zu Dir zurück holen?

Z.B., indem Du dieser Person einen Brief schreibst. Unzensiert. Lass nichts unausgesprochen. Lass all Deine Wut, Deine Ängste, deine Verzweiflung raus.

Schreib einfach alles auf, was aus Dir herausfließen möchte.

Bist Du fertig, lege Deinen Brief in einen Umschlag und klebe ihn zu. Kennst Du die Adresse der Person, schreibe sie vorne drauf. Und dann verbrenne den Brief in einem Ritual.

Vielleicht möchtest Du noch etwas sagen, bevor Du den Brief in Flammen setzt. Vielleicht möchtest Du ihn an einem ganz bestimmten Ort verbrennen. Schau, was für Dich passt.

Erlaube diesem Teil Deiner Vergangenheit zu gehen.

Verwende die freiwerdende Energie für Dich und für das Gehen Deines neu gewählten Kurses! Du bist es wert!

Impuls #3: Erlaube Dir, Dein Herz zu öffnen

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir die Erlaubnis zu geben, Dein Herz für andere zu öffnen.

Dein Herz vor einer Person zu verschließen, die Dir Schmerz zugefügt hat, bedeutet vor allem, Dir selbst Schmerz zuzufügen.

Folgendes weit verbreitetes Missverständnis verhindert bei vielen Menschen die Entscheidung zum Loslassen:

Dass sie mit ihrem Verständnis für die andere Person deren Verhalten gutheißen würden.

NEIN! Das tust Du nicht!

Verständnis für eine Emotion zu haben und das daraus resultierende Verhalten aus Sicht der anderen Person nachvollziehen zu können bedeutet nicht automatisch, dieses Verhalten auch gutzuheißen.

Es zeigt lediglich, dass Du bereit bist, Dich von Deinem Ego und dessen Verletzung(en) zu distanzieren, um Dir einen ganzheitlicheren, umfassenderen Blick auf das Geschehen zu erlauben.

Trenne das Verständnis für die Emotion vom Verhalten

Wenn eines meiner Kinder einen Wutanfall bekommt und aufgrund dessen etwas in seinem Umfeld kaputt macht oder jemanden schlägt, habe ich Verständnis für die Emotion. Und auch für das Verhalten. Was nicht bedeutet, dass ich dieses Verhalten gutheiße oder akzeptiere.

Trenne diese beiden Dinge. Wenn Du aus Sicht einer anderen Person den Grund für ein Verhalten nachvollziehen kannst und innerlich in der Lage bist, Dich klar gegen dieses Verhalten zu positionieren, bist Du auf dem besten Weg, Dir die Erlaubnis zu erteilen, Verständnis aufzubringen.

Durch das Hineinversetzen in die andere Person und das Nachempfinden des Verhaltens, wird Dir in der Regel bewusst, dass ihr Verhalten nichts mit Dir persönlich zu tun hatte.

Du warst entweder einfach nur gerade zur Stelle oder Du verkörperst z.B. etwas, was der andere (in sich selbst) nicht ertragen kann und (in Dir) bekämpft.

Für die Gefühle und Emotionen, die uns überkommen, können wir nichts. Trotzdem ist es an uns, die Verantwortung für sie zu übernehmen. Ob uns das gefällt oder nicht. Und dies tun wir, indem wir die Möglichkeit der freien Wahl nutzen, wie wir unsere Gefühle und Emotionen zum Ausdruck bringen wollen.

Impuls #4: Erlaube Dir, Dein Herz für Dich selbst zu öffnen

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir die Erlaubnis zu geben, Dein Herz für Dich selbst zu öffnen. Dadurch gibst Du Deiner Enttäuschung über Dich selbst Raum. Sie darf sein.

Und da Du Dir erlaubst, sie mit dem Herzen zu betrachten, wirst Du statt Schimpf und Schande Verständnis auf den Plan rufen. Dies führt zum Verzeihen, was inneren Frieden nach sich zieht und Loslassen als natürliche Konsequenz ermöglicht.

Es gibt sicherlich viele Situationen, in denen wir gerne anders gehandelt hätten. Meistens können wir uns das schnell vergeben.

Es gibt jedoch Situationen, in denen es uns sehr beschäftigt, dass wir nicht anders gehandelt haben. Z.B., wenn uns etwas Schlimmes oder Unangenehmes zugestoßen ist.

„Wenn ich das oder das nicht getan hätte, dann wäre das nicht passiert!“ oder „Wenn ich das oder das getan hätte, wäre es nicht so weit gekommen!“ hören wir uns sagen.

Fakt ist: Wir haben uns so verhalten wie wir uns verhalten haben. Daran können wir rein gar nichts ändern!

Natürlich könnte es sein, dass sich eine Situation anders entwickelt hätte, hätten wir uns anders verhalten. Aber

  1. kannst Du das nicht mit 100%iger Sicherheit wissen und
  2. steht es in den Sternen, ob die Situation dann wirklich besser verlaufen wäre. Das ist alles reine Spekulation.

Sich mit Selbstvorwürfen zu quälen hilft keinem weiter.

Jeder von uns gibt zu jedem Zeitpunkt sein Bestes!

Das ist eine der vier Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation.

Stimmt doch gar nicht, magst Du jetzt vielleicht einwerfen.

Ich denke, dass es stimmt. Selbst in den Momenten, in denen wir uns „falsch“ verhalten, geben wir unser Bestes. Wir nutzen die uns am besten erscheinende Strategie, die uns in diesem Moment zur Verfügung steht, um uns ein bestimmtes Bedürfnis zu erfüllen.

In welchen Momenten Deines Lebens kannst Du Dir Dein Verhalten nicht verzeihen? Gehe hinein in den Moment und schaue, welches Bedürfnis Du Dir mit Deinem Verhalten erfüllt hast.

Welches Bedürfnis war in dieser Situation zu diesem speziellen Zeitpunkt primär?

Was hast Du versucht, zu schützen?

Impuls #5: Erlaube Dir, dahin zu gehen, wo Du hin möchtest

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir die Erlaubnis zu geben, zumindest gedanklich die Möglichkeit zuzulassen, dahin kommen zu können, wo Du hin möchtest.

Dafür gebe ich Dir ein sehr einprägsames Bild mit:

Wenn ein Malachahadi in Namibia einen Jagdausflug in die Kalahari machen möchte, benötigt er Wasser. Um dieses zu finden, fängt er sich einen Pavian, welcher über das Wissen geheimer Wasserquellen verfügt.

Wie fängt er den Pavian? Wenn er sicher ist, dass er von einem Pavian beobachtet wird, bohrt er ein Loch in einen Termitenbau, welches so groß ist, dass der Affe mit geöffneter Hand hinein, mit einer Faust aber nicht wieder hinaus kommt.

Dann legt er Wildmelonensamen in diese Öffnung, zieht sich zurück und wartet. Da Paviane sehr neugierige Wesen sind, dauert es nicht lange, bis er zur Öffnung geht um zu sehen, was sich darin befindet.

Er geht mit der Hand hinein, greift nach den Samen und sitzt er in der Falle. Denn obwohl er den Malachahadi auf ihn zukommen sieht, lässt er die Samen nicht los.

Mir hat sich dieses Bild ganz tief eingeprägt. So verhalten wir Menschen uns, wenn wir an bestimmten Vorstellungen festhalten, obwohl sie uns nicht gut tun und uns daran hindern, uns dort hin zu bewegen, wohin wir möchten.

Alles was wir dafür tun müssen ist: Uns zu entscheiden, loszulassen!

Dieses Bild habe ich aus dem wundervollen Film „Die lustige Welt der Tiere“. Du kannst sie Dir über diesen Link ansehen, wenn Du magst.

Impuls #6: Erlaube Dir, Dich anzunehmen

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir zu erlauben, die Teile in Dir anzunehmen, die Du bislang ignoriert und verleugnet hast.

Erlaube Dir, die Vorstellungen darüber loszulassen, wer Du bist oder sein solltest. Nimm Dich stattdessen so, wie Du wirklich bist.

Du hast gelernt, Neid und Eifersucht seien schlechte Eigenschaften und verurteilst Dich dafür,  dass diese beiden Dich immer wieder heimsuchen?

Na und? Jeder von uns ist oder war mal neidisch oder eifersüchtig. Anstatt diese Seiten von Dir zu verstecken – vor allem vor Dir selbst – gesteh sie Dir ein.

Dafür verrate ich Dir einen Trick, den ich mir mit 19 zugelegt habe:

Ich war früher oft nicht sonderlich nett zu meinen Mitmenschen. Obwohl ich mich dann selbst nicht ausstehen konnte, konnte ich gegen dieses Verhalten nichts tun. Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich nicht wusste wie. Vor allem hatte ich Angst vor den Reaktionen der Außenwelt, wenn ich eingestehen würde, dass ich mich „falsch“ verhalte.

Eines Morgens wollte ich mich selbst im Spiegel nicht mehr anschauen. Da beschloss ich, dass ich mir meine Gemeinheiten ja erstmal vor mir selbst eingestehen konnte. Das würde ja erstmal keiner mitbekommen. 😉

Das war mir ganz wichtig. Und es funktionierte! 😀

Auf diese Weise gab ich mir selbst genügend Sicherheit, um mich langsam – Schritt für Schritt – mit dieser Seite in mir anzufreunden.

Das ging nicht von heute auf morgen. Ich hab mich vor mir selbst unglaublich geschämt und der Gedanke an diesen Anteil von mir war mir unglaublich peinlich.

Schritt für Schritt näherte ich mich ihm an, bis ich ihm eines Tages gerade ins Gesicht schaute. Und was passierte?

Mein Herz ging auf und ich entwickelte Verständnis für diesen Teil. Er begann sich zu entspannen, hatte immer weniger das Bedürfnis, um sich zu schlagen und heute spielt er kaum eine Rolle in meinem Leben.

Impuls #7: Erlaube Dir, urteilsfrei zu leben

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet Dir zu erlauben, andere Menschen wertfrei zu betrachten.

Erlaubst Du Dir, Deine Vorstellungen von „richtig“ und „falsch“ loszulassen, bringst Du Dich in die Lage, Menschen mehr so zu sehen, wie sie sind.

Wer bist Du, dass Du Dir erlaubst, andere Menschen für das, was sie sind oder tun, zu verurteilen?

Was macht Dich so sicher, dass Deine Vorstellung von der Welt und wie sie zu funktionieren hat, die einzig Richtige ist?

Ich lade Dich ein, nur für einen Tag das Verhalten der Menschen in Deiner Umgebung ohne Deine Interpretation zu sehen.

Anstatt „Diese scheiß BMW-Fahrer. Immer wollen die einen von der Überholspur mit Lichthupe abdrängen. Die glauben wohl, ihnen gehört die Autobahn!“ lieber „Sieht aus, als ob er es sehr eilig hat.“ Punkt.

Wenn Du Dir schon eine Geschichte dazu erzählen musst, dann erzähl Dir doch eine, die den anderen aufwertet und Dich nicht aufregt. Am Beispiel unseres BMW-Fahrers: „Vielleicht hat er seine schwangere Frau auf der Rückbank liegen, die gerade ein Kind bekommt!“

Wer weiß? Kann genauso stimmen wie die andere Geschichte.

Welche Geschichten Du glauben möchtest, ist Deine Entscheidung.

Impuls #8: Erlaube Dir, Frieden mit Deiner Vergangenheit zu schließen

Die Entscheidung zum Loslassen bedeutet, Dir zu erlauben, in Frieden mit Deiner Vergangenheit leben zu dürfen.

Diese Erlaubnis ermöglicht es Dir, Deinen Fokus auf das Heute zu richten und auf alles, was noch vor Dir liegt.

Egal, worum es geht in unserem Leben. Allem liegt eines zugrunde: Eine Entscheidung!

Die Entscheidung zum Glück, zum Lachen, zu Erfolg, zu Gesundheit, zu Wohlbefinden, zu erfüllenden Beziehungen, zu *suchDirwasaus*. 🙂

Genauso jedoch auch zu allem, was Dir in Deinem Leben Leid und Schmerz bereitet.

Es liegt immer in Deiner Hand! Du hast die Wahl. Nutze sie!

Du wünschst Dir Unterstützung? Schreibe mir einfach eine Nachricht und wir vereinbaren einen Termin für ein Erstgespräch. Mit meinem 1:1 Coaching helfe ich Dir, blockierende und hemmende Gedanken loszulassen und Dich auf den Weg in das Leben zu machen, dass mehr Dir entspricht. Ich freue mich auf Dich! 🙂

Hab einen großartigen Tag!

Herzliche Grüße,

Jana

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Photo by Blake Wheeler on Unsplash

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