Komfortzone verlassen – Erfahre den Unterschied zwischen ‚aufgeben‘ und ‚an eine Grenze stoßen‘

Auf die Probe gestellt werden ist super!

Wenn wir uns langfristige Ziele setzen, müssen wir beständig unsere Komfortzone verlassen. Immer wieder. Stück für Stück. Bis wir unser Ziel erreichen.

Dabei werden wir phasenweise ganz schön auf die Probe gestellt. Das kann ganz schön anstrengend sein. Manchmal nervt mich das auch. Doch prinzipiell finde ich das super! 😀

Warum ich das super finde und wie Du Deine Komfortzone trotz Gegenwind verlassen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Herausforderungen sind Geschenke

Masochistin!, denkst Du jetzt vielleicht. 😀

Nein, das bin ich wahrlich nicht. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass es genau diese „harten“ Zeiten sind, die uns zeigen, ob wir etwas WIRKLICH wollen oder nicht. Im Grunde sind sie Geschenke, die Dich auffordern zu überprüfen, ob Du den für Dich richtigen Weg  eingeschlagen hast.

Ist Dir Dein Ziel die Herausforderungen nicht wert, bist Du auf dem falschen Weg. Dann war es von Anfang an das falsche Ziel. Und die Widrigkeiten haben Dich das erkennen lassen. Wunderbar! Abhaken. Neues Ziel. Eines, das es für Dich wert ist, Dich ins Zeug zu legen.

Oder aber, Du nimmst die Herausforderung an, weil Du UNBEDINGT Dein Ziel erreichen willst und wächst an ihnen. Das wird der Grund gewesen sein, weshalb jemand auf die Idee kam, die Zone außerhalb der Komfortzone auch Wachstumszone zu nennen. 😉

Manchmal verlieren wir unser Ziel aus den Augen

Es kann jedoch auch passieren, dass wir uns auf dem Weg zu unserem Ziel verirren. Dann haben wir unser Ziel aus den Augen verloren. Oder, dass wir es unter den gegebenen Umständen nicht erreichen wollen. Ich habe das auf meinem Weg zur Tänzerin erlebt. Diese Geschichte erzähle ich Dir ein anderes Mal.

Heute möchte ich Dich gerne an einem Erlebnis teilhaben lassen, welches ich beim Joggen hatte. Es verdeutlicht Dir, worin der Unterschied zwischen aufgeben oder an eine Grenze stoßen besteht und woran Du erkennen kannst, dass Du weitermachen solltest.

Wenn der Schweinehund zuschlägt

Aaaalso:

Heute morgen war ich nach einer längeren Pause joggen. Ich habe mir eine Strecke rausgesucht, von der ich wusste, dass ich sie aus dem Stand schaffe. Doch als ich etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft hatte, schlug mein Schweinehund voll zu.

Und das geschah so:

Nachdem mein Körper die ersten Unannehmlichkeiten bereits überwunden hatte und sich schon im Flow befand, kam er an ein Limit und wurde erneut herausgefordert.

Ehrlich gesagt war ich ob der Heftigkeit dieser Herausforderung etwas überrascht. Mein Herz schien zerspringen zu wollen. Meine Lungen machten den Anschein, als würden sie sich gleich mit ein paar Rauchwölkchen verabschieden, so brannten sie. Und mein Kopf war beherrscht von einem einzigen Gedanken, den mein Schweinehund in Dauerschleife rausschrie: „Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr….“

Komfortzone verlassen bedeutet Rebellion des Schweinehundes

Weil ich mit dieser Heftigkeit nicht gerechnet hatte, wurde ich für einen kurzen Moment unsicher. Ich geriet in eine „Glaubenskrise“, was dazu führte, dass ich tatsächlich für einen kurzen Moment ins Wanken geriet.

Die Folge: – AUFGEPASST! – ich ließ mich auf eine Diskussion mit meinem Schweinehund ein. Gaaaanz schlechte Ausgangslage, wenn Du ein Ziel erreichen möchtest. 🙄

Mein Schweinehund nämlich wollte mir tatsächlich weismachen, dass ich mich gerade total übernahm. Und das es schon ok sei, wenn ich jetzt sofort aufhören und den Rest langsam gehen würde. Ob ich denn nicht merken würde, wie ich mich überanstrenge etc. pp.

Glücklicherweise bin ich eine sehr erfahrene Sportlerin. Ich habe fast 30 Jahre lang Hochleistungssport betrieben und kenne die Tücken, die über uns hereinfallen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen, um das nächste Level zu erreichen.

Und ich wusste, dass ich mir keine zu lange Strecke ausgesucht hatte und das von meinem Körper abverlangen konnte, ohne Schaden zu nehmen.

Ein inneres Bild lenkte den Schweinehund ab

Um mich der Diskussion mit meinem Schweinehund zu entziehen, ließ ich meine noch vor mit liegende Laufstrecke vor meinem inneren Auge vorbeiziehen und erspürte den Punkt, bis wohin ich AUF JEDEN FALL laufen werde. Damit vermied ich, das Gefühl aufkommen zu lassen, aufgegeben zu haben.

Als ich den Punkt fand – er war etwa 100m vor dem Ziel 😉 – hielt ich den Film an dieser Stelle an ließ meinen Schweinehund wissen, dass ich erst an diesem Punkt bereit bin, erneut darüber zu diskutieren, ob ich aufgebe oder nicht.

Und weiß Du, was geschah?

Auf einmal war kein Wort mehr davon zu hören, dass ich nicht mehr könnte und wie schädlich das Joggen für mich sei. 😉 Stattdessen versuchte mir der Schweinehund das Versprechen aus den Rippen leiern, dass ich auch wirklich nur bis dahin lief und keinen Schritt weiter. 😀

Ich hatte meine Komfortzone verlassen

Doch bevor ich an diese Stelle kam, hatte sich mein Schweinehund bereits wieder schlafen gelegt. Mein Herzschlag war ruhig, meine Lungen fühlten sich gut und mein Körper leicht und kräftig an.

Und ich lief meine Strecke bis zum Ende. Ich hatte meine Komfortzone verlassen. 💪

Erst einige Meter vor dem geplanten Ziel merkte ich, dass mein Körper jetzt wirklich eine Pause brauchte. Ich war an eine echte Grenze gestoßen. Hatte die Streckenentfernung also perfekt für mich eingeschätzt.

Der Unterschied zwischen aufgeben und an eine Grenze stoßen

Worin liegt nun der Unterschied zwischen aufgeben und an eine Grenze stoßen?

Beim Aufgeben glaubst Du Deinem Schweinehund, dass Du es nicht kannst. Und dass Du es nicht schaffen wirst. Er wird die tollsten Geschichten erzählen, weshalb es für Dich besser sei, in Deiner Homezone zu verweilen. Dort ist es so schön gemütlich und kuschelig. Da kennst Du Dich aus, hast alles im Griff, musst Dich nicht anstrengen. Weshalb die Komfortzone verlassen? Es geht dir doch gut!

Wenn Du dagegen an eine Grenze stößt, hättest Du Lust, weiterzumachen.Tust es jedoch nicht, weil Du merkst, dass Dir im Moment dafür noch die nötige Kraft fehlt. Also legst Du eine Pause ein und freust Dich auf die nächste Gelegenheit, Deine Muckis zu trainieren, um aus Deiner Komfortzone zu springen.

Sei achtsam, wem Du zuhörst

Wenn Du Deine Komfortzone verlassen und Deine Ziele erreichen möchtest, sei sehr achtsam, wem Du zuhörst. Und vor allem, wem Du Glauben schenken möchtest. Das liegt nämlich in DEINER Hand.

Menschen, die Ziele erreichen, schenken ihrem Schweinehund keinen Glauben, wenn dieser ihnen sagt, dass sie es nicht können oder nicht schaffen werden. Sie haben genauso Angst wie Du. Sie sind genauso unsicher wie Du. Doch sie gehen trotz ihrer Furcht weiter.

Lass Deinen Schweinehund reden. Versuche nicht, ihn zum Schweigen zu bringen. Damit zieht er Dich in eine Diskussion und diese Energie ist er nicht wert. Deine Ziele jedoch sind diese Energie wert. Also lass ihn reden…. und mach weiter!

Wenn Du gerne noch mehr über die Komfortzone erfahren möchtest, dann schau Dir das Interview mit Michael Karsten an. Michael ist Komfortzonen-Coach und erzählt ausführlich, was genau eine Komfortzone eigentlich ist und gibt uns viele tolle und  anschauliche Beispiele, wie wir es schaffen können, unsere Komfortzone zu verlassen.

Komfortzone verlassen und Grenzen setzen

Ich hoffe, Du konntest viele tolle Erkenntnisse und Inspirationen aus meinem Gespräch mit Michael für Dich herausholen.

Vielleicht hast Du sogar so viel Motivation herausziehen können, dass Du Lust hast, Dich direkt mal ans Komfortzone verlassen heranzuwagen. In diesem Fall lege ich Dir den Workshop „Grenzen setzen – liebevoll und bestimmt“ wärmstens ans Herz, den ich gemeinsam mit der Kunsttherapeutin Sonja Warntjen anbiete.

Es ist ein ganz besonderer Workshop, in dem die direkte körperliche Erfahrung Deiner Grenzen – Deines persönlichen Raumes – im Vordergrund steht.
Durch das intensive Arbeiten mit verschiedenen Materialien, Farben, Stoffen und Bewegung sprechen wir möglichst viele Deiner Sinne an, um Dein Gespür für Deine eigenen Grenzen zu aktivieren und zu sensibilisieren.
Vorsicht, dieser Workshop hat schon ganze Leben umgekrempelt. Wenn in Deinem Leben also alles so weiter gehen soll wie bisher, solltest Du Dich von diesem Workshop fernhalten!
Möchtest Du dagegen wirklich etwas ins Rollen bringen wollen, erhältst Du hier weitere Informationen und erfährst die nächsten Termine.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel dazu beigetragen, dass Du für Dich besser einschätzen kannst, wann es für Dich besser ist, aufzuhören oder eben weiterzumachen.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute innerhalb und außerhalb Deiner Homezone. 😀

Sei herzlich gegrüßt,

Jana

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Photo by Tyler Nix on Unsplash

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