Jetzt anfangen: Vermeide WENNS in Deinem Leben

Als das Leben mich meine erste Lektion lehrte

Als ich 16 war, schrie mir mein Leben mehr als deutlich zu: „Hey Jana, Du musst JETZT anfangen, Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen, sonst sieht Deine Zukunft schwarz aus!“

Es war ein Moment, in dem sich mir wie aus dem Nichts mein erstes Lebensmotto herauskristallisierte:

Lasse NIE ein WENN offen, solange Du es vermeiden kannst!

Ein paar Wochen zuvor hatte ich eine schwerwiegende Entscheidung gefällt, von der ich nie im Leben gedacht hätte, dass ich sie jemals treffen würde. Und das Leben lehrte mich, wie ich für diese Entscheidung Verantwortung übernehmen und sie zu etwas machen konnte, mit dem ich den Rest meines Lebens gut würde leben können.

Was war passiert?

Ich war nach knapp 7 Jahren Ausbildung „freiwillig“ von der staatlichen Ballettschule gegangen. „Freiwillig“ in Gänsefüßchen, weil ich natürlich weiterhin unbedingt Tänzerin werden wollte. Und weil ich wusste, dass ich es schaffen kann.

Doch ich wollte es nicht mehr unter den gegebenen Umständen schaffen! Zum ersten Mal in meinem Leben übernahm ich eigenverantwortlich das Ruder. Für mich und meinen weiteren Weg.

Die Geschichte dazu

Im Alter von 9 Jahren begann ich meine Ausbildung zur Balletttänzerin an der staatlichen Ballettschule in Stuttgart. Mir diese Ausbildung zu ermöglichen war das großartigste Geschenk, dass mir meine Mutter in meinem gesamten Leben machen konnte. 💕

Mein Körper war prädestiniert für den Tanz, ich hatte ein sehr gutes Rhythmusgefühl und eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Außerdem hatte mich der Ruf des Tanzens erreicht. Ich wusste mit jeder Faser meines Körpers, dass ich das – und nur das – machen wollte. Und ich hatte das Glück, diesem Ruf folgen zu dürfen.

Meine verquere Vorstellung von Talent

Meine Schwäche war, dass ich keine Geduld mit mir hatte. Dies zeigte sich, sobald es technisch etwas anspruchsvoller wurde. Da war ich 10.

Diese Ungeduld resultierte unter anderem aus meiner völlig verqueren Vorstellung davon, was es hieß, Talent zu haben. Ich dachte nämlich, das würde bedeuten, ich müsse alles IMMER und SOFORT perfekt beherrschen können. Und das mir alles leicht fallen müsse und es mich nicht anstrengen dürfte. Sonst wäre das ja ein Zeichen, dass ich eben doch kein Talent hätte.

Und ich wollte unbedingt weiterhin als talentiertes Kind gelten. Das gab mir einen Wert. Da war ich jemand.

Hm. Da ich weder alles sofort perfekt beherrschte geschweige denn mir alles leicht fiel, bekam ich bald gewaltige Probleme mit mir. Irgendwie schaffte ich es nicht, meiner Vorstellung von einem talentierten Mädchen zu entsprechen. Komisch. 🤔

Sich Mühe geben zu müssen (auch in der regulären Schule) bedeutete für mich, untalentiert und dumm  zu sein. Und das war ein Zustand, den ich nicht hätte ändern können.

Es galt also mit allen Mitteln zu vermeiden, dass irgendjemand dahinter kam, dass ich eigentlich gar nicht so talentiert war. Das mit der Intelligenz hatte ich schon verbockt. Den Anschluss in und das Interesse an der Schule verlor ich endgültig in der 5. Klasse. Da war also nichts mehr zu machen. Doch wenn ich schon dumm war, wollte ich nicht auch noch als untalentiert auffliegen.

Vielleicht erahnst Du, welch inneren Druck diese Fehlannahmen und meine ungesunde Fokussierung auf alles, was ich nicht konnte oder perfekt hinbekam – und das war eine Menge – in den folgenden 6 Jahren in mir erzeugte.

Als der Selbsthass Einzug erhielt

Mit 16 trug ich einen ausgewachsenen Selbsthass mit mir herum, der selbst den größten Helden umgehauen hätte. Rückblickend würde ich sagen, er nistete sich bei mir ein, als ich 12 Jahre alt war.

Da hatte ich eine sehr ungewöhnliche Phase. Ich weinte gefühlt in so ziemlich jeder Ballettstunde. Also 6x in der Woche. Es begann meist kurz nach Trainingsbeginn und dauerte geschätzt 15-20 min an. Ich wusste nicht, weshalb ich weinte. Ich konnte auch nichts dagegen unternehmen. Die Tränen liefen einfach in Strömen aus mir heraus.

Währenddessen trainierte ich weiter. Meine Lehrerin und meine Mitschülerinnen gewöhnten sich daran. Und so auch ich. Ich weinte und weinte und trainierte und trainierte.

Das Weinen gab mir Kraft.

Obwohl es mir unangenehm war und ich den Blickkontakt zu den anderen vermied, war das Weinen auf eine eigentümliche Weise ein gutes Gefühl. Wärmend, tröstend. Ich war dann ganz bei mir.

Wenn ich es einfach zuließ, half es mir sogar, meine Übungen mit stark kanalisierter Konzentration auszuführen. Das war eine Kraft, die ich erst Jahre später als Profitänzerin wiederentdecken sollte.

Rückblickend würde ich sagen, der Tanz half mir zu dieser Zeit, innerlich nicht zu erstarren. Die Musik und die Bewegungen hielten im wahrsten Sinne des Wortes etwas in mir in Fluss.

Der Tanz war mir behilflich, den Kontakt mit mir selbst nicht zu verlieren. Auf eine verquere Weise, wie ich viel später erkennen durfte. Doch immerhin behielt ich den Kontakt zu meinen Gefühlen.

Als mein Hintern in den Mittelpunkt rückte

Nun gehörte ich trotz meiner persönlichen Probleme in Stuttgart immer zu den besten Schülerinnen in meiner Klasse. Ich machte mir nie Sorgen, dass ich ein Prüfung nicht bestehen könnte.

Das änderte sich, als ich mit 14 mit meiner Mutter nach Hamburg übersiedelte.

Nachdem ich vor den Sommerferien an der dortigen Ballettschule ein Training als Aufnahmeprüfung absolviert und bestanden hatte, wurde ich mit dem Hinweis nach Hause geschickt, dass ich auf meine Figur achten müsse. Vor allem auf meinen Hintern. Der wagte es nämlich gerade, weibliche Züge anzunehmen. 🤭

Vielleicht ahnst Du schon, was dieser Hinweis in mir auslöste: Mein Hintern war ein Problem, das ausgemerzt werden musste. Es sollte der Startschuss für eine jahrelange Quälerei sein.

Mein Essverhalten geriet außer Kontrolle

Direkt in den Sommerferien legte ich los: Ich hörte das erste Mal in meinem Leben auf zu essen. Das Spiel hatte begonnen.

Es war zunächst ein großartiges Gefühl, durch Hungern abzunehmen. Es gab mir ein Gefühl von Macht und Kontrolle. Doch natürlich schaffte ich es nicht, über Wochen auf Essen zu verzichten.

Komisch eigentlich. Sollte doch bei 6x Training in der Woche für 2-4 Stunden jetzt nicht so das Problem sein, oder!? Hat man ja eh kaum Zeit zum essen.

Nun waren es schon drei Gebiete, auf denen ich aus meiner Sicht nur halbwegs etwas zustande brachte. Reguläre Schule, Ballettschule und Diäten.

Mein Essverhalten bekam die ersten krankhaften Züge. Anfänglich wechselten sich Hungern und Süßigkeiten-Attacken ab.

Auf der einen Seite machte ich Strichlisten in meinem Schulplaner, wieviele Stunden am Stück ich es ohne Essen aushalten konnte. Auf der anderen Seite lief ich einmal zu einem Billig-Discounter, um mir für 40DM ! Süßigkeiten zu kaufen, die ich mir innerhalb von 2 Tagen reinschob. Bäh!

Im zweiten Jahr in Hamburg kamen dann vorsichtig die ersten Abführtabletten dazu. Noch traute ich mich nicht, hier in die Vollen zu gehen. Das Tanzen hielt mich zurück.

Eine ungenutzte Chance

Im Training gehörte ich nicht mehr zu den Besten. Eher zum unteren Mittelfeld. Wir hatten eine furchtbare Lehrerin, die sich anscheinend vorgenommen hatte, sämtliche Klischees einer Ballettlehrerin mit Auszeichnung zu erfüllen. Sie war nicht nur hart, sondern vor allem gemein.

Und sie kam genau zur rechten Zeit in mein Leben, um meine eh schon ziemlich verkorksten Ansichten über mich selbst noch etwas weiter auszubauen. So bekam ich von ihr z.B. nur dann Aufmerksamkeit und Anerkennung, wenn ich es geschafft hatte, mich bei einer Körpergröße von damals 1,72m unter 50kg zu hungern.

Glücklicherweise bekamen wir in meinem zweiten Jahr eine wirklich tolle Lehrerin. Sie wäre meine Chance gewesen. Doch ich ergriff sie nicht. Ich war schon zu weit weggedriftet.

Ein Schuss vor den Bug

Dann kam die Zwischenprüfung in meinem zweiten Jahr in Hamburg. Ich spürte schon im Vorfeld, dass es brenzlig für mich werden würde.

Ich hatte mein Training nicht im Griff bzw. meinen Kopf. Mal trainierte ich ganz konzentriert, meist jedoch verzweifelt resigniert. Ich bekam die Dinge nicht so hin wie ich gerne wollte, war für Stimmen von außen nicht mehr erreichbar, die mir hätten helfen können.

Mein Gewicht hatte ich auch nicht im Griff. Gewichtsschwankungen von etwa 6 Kilogramm waren an der Tagesordnung. Entweder aß ich gar nichts oder Unmengen und nahm Abführtabletten. Ans Erbrechen traute ich mich (noch) nicht ran. Wieder: Das Tanzen hielt mich zurück.

Die Zwischenprüfung gab mir einen Schuss vor den Bug: Mädel, wenn Du so weitermachst, fliegst Du raus!

Ich vermisste das Gefühl, etwas wert zu sein

Bei mir kam an: Du musst 8 kg abnehmen, sonst fliegst Du raus.

Ehrlich: Ich glaube, niemand hat mir je eine genaue Gewichtsvorgabe gegeben. Zu diesem Zeitpunkt wog ich 55kg bei einer Körpergröße von 173,5 cm. 50kg waren anzustreben und ich wollte eben mal wieder überperfekt sein und diese unterbieten. So setzten sich diese 8kg in meinem Kopf fest.

Nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse passierte etwas in mir. Ich ließ meine Zeit in Hamburg vor meinem inneren Auge Revue passieren. Und mir fiel auf, dass es für mich in diesen zwei Jahren hauptsächlich nur noch um meinen Körper ging.

Niemand sprach mehr mit mir über die Talente, die ich mitbrachte. Alles fokussierte sich auf die paar Kilos, die ich zu viel drauf hatte. Das kotzte mich an. Im wahrsten und dramatischsten Sinne des Wortes, wie sich später in meinem Leben rausstellte.

Ich vermisste das Gefühl, dass jemand an mich glaubte. Und dass ich etwas wert bin. Jetzt war ich schon auf drei Gebieten der Loser. Es musste sich etwas ändern.

Zum ersten Mal stand ich für mich ein

Zum ersten Mal in meinem Leben hinterfragte ich die Art und Weise, wie ich zur Tänzerin ausgebildet wurde. Und ich wagte zum ersten Mal einen langfristigen Blick in meine Zukunft. Dabei beschäftigte mich vor allem die Frage, wie lange ich es auf diese Art und Weise noch aushalten würde. Und ob ich so leben wollte.

Auf eine Antwort musste ich nicht lange warten. Mein Körper schrie förmlich: NEiN!

Und so kam es zu der eingangs erwähnten Entscheidung, von der ich NiEMALS in meinem Leben gedacht hätte, dass ich sie jemals treffen würde.

Ich, das Mädchen, das Erwachsene am liebsten entrüstet zurückgefragt hätte, ob sie noch atmen würden, wenn diese mich fragten, ob ich noch tanze, teilte ihrer Ballettlehrerin mit, dass sie aufhöre.

Es war keine Entscheidung gegen das Tanzen

Meine Entscheidung war keine Entscheidung gegen das Tanzen. Sondern gegen die Art und Weise, wie ich ausgebildet wurde. Ich war damit nicht mehr einverstanden. Ich spürte, dass ich so nicht glücklich werden und mich zugrunde richten würde.

Dass es dabei vor allem um meinen Eigenanteil an der Entwicklung ging, war mir damals noch nicht mal ansatzweise bewusst. Doch etwas in mir begann sich zu regen. Sich aufzubäumen. SO konnte es für mich nicht funktionieren.

Der Abgang von dieser Schule bedeutete für mich, niemals Tänzerin werden zu können. Es bedeutete aufzugeben, es nicht geschafft zu haben, zu versagen.

Gleichzeitig spürte ich jedoch auch Etwas in diesem „Versagen“, was für mich persönlich extrem wichtig war. Ich konnte es nur nicht benennen. Heute weiß ich: Auch wenn ich das Gefühl hatte, versagt zu haben, tat ich ja tatsächlich das Gegenteil. Ich stand für mich ein. Entgegen aller Regeln, die in meinem damaligen Umfeld üblich waren.

Diesen Weg war ich nicht mehr bereit zu gehen

Das erste Mal in meinem Leben stand ich an einer Grenze, die etwas in mir nicht bereit war, zu überschreiten: Dieser Weg schien mir weder sinnvoll noch erstrebenswert. Und in meinen Augen hatte er mit dem Tanzen überhaupt nichts zu tun.

Also ging ich.

Ich lebte das erste Mal in meinem Leben wie ein ganz normaler Teenager. Schule und fertig.

Das ging etwa 2 Monate gut. Als die Abschlussprüfungen in der Ballettschule nur noch 6 Wochen entfernt waren, überraschte mich eines Morgens ganz unverhofft ein Gedanke:

„Du musst die Prüfung machen!“

Ich muss was?

„Du musst die Prüfung machen!“

Warum?

„Weil Du Dir die Möglichkeit nehmen musst, Dir jemals in Deinem Leben in die Tasche lügen zu können. Schaff Dir jetzt nicht eine nie zu widerlegende Illusion, dass Du Tänzerin hättest werden können, wenn Du die Prüfung gemacht hättest.“

Wow! Das war gewaltig. Daran hatte ich nicht gedacht.

Doch ich spürte, dass dies wirklich wichtig für mich war. Für mich gab es damals schon nichts Schlimmeres als Erwachsene, die ihre verpassten Chancen betrauerten. Und zu denen wollte ich NiEMALS und auf gar keinen Fall dazu gehören!!

„Übernimm Verantwortung für Dein Leben! Das ist Deine Chance!“ hörte ich die Stimme sagen. Und ich spürte mit jeder Pore, wie Recht sie damit hatte. Ich wusste, es handelt sich weniger um die Prüfung an sich als vielmehr um eine wirklich wichtige Lernerfahrung für mein gesamtes restliches Leben.

Mist!

Meine Rückkehr

Es blieb mir also nichts übrig, als in die Ballettschule zu marschieren und meine Lehrerin davon zu überzeugen, dass ich an dieser Prüfung teilnehmen musste.

Ich erwähnte ja bereits, dass ich eine tolle Lehrerin in diesem Jahr hatte. Sie nahm sich ganze 2 Stunden Zeit für ein ausführliches Gespräch mit mir.

Sie prüfte mich auf Herz und Nieren, wie ernst es mir mit der Prüfung war und weshalb sie es mir ermöglichen sollte, 6 Wochen vor der Prüfung zurückzukommen und diese zu absolvieren. Nach zweimonatiger Trainingspause und soviel Gewicht auf den Rippen wie nie zuvor.

Ich ließ mein Herz sprechen. Und ich konnte spüren, dass sie genau wusste, wovon ich sprach.

Sie merkte, dass es sich nicht um einen Hirnfurz handelte, sondern dass eine absolut ernsthaft durchdachte Entscheidung dahinter stand. Und sie merkte, dass mir klar war, dass meine Chancen praktisch bei Null standen, die Prüfung zu bestehen. Sie verstand einfach, dass ich die Prüfung machen MUSSTE. Völlig unabhängig davon, was danach geschehen würde.

Ich hatte begriffen, worauf es ankommt

Diese letzten Wochen vor der Prüfung zeigten mir und meiner Lehrerin, dass ich im Kopf einen sehr großen Schritt bewältigt hatte. Ich begann, die Verantwortung für mich zu übernehmen.

Ich bekam mein Essverhalten in den Griff, trainierte so konzentriert und geduldig, wie nie in den gesamten 7 Jahren zuvor.

Ich ging für mein Ziel. Egal wie sehr mich die Stimmen in meinem Kopf eine Versagerin schimpften und mir weismachen wollten, dass ich mich zum Affen machte und doch eh alles sinnlos sei. Das interessierte mich nicht.

Alles was mich interessierte war, wie ich mein Ziel unter meinen Bedingungen erreichen könnte. Ich nahm ab, ohne zu hungern. Statt in der Kantine zu essen, nahm ich mir jeden Morgen Essen mit. Statt mit der Bahn in die Schule zu fahren, fuhr ich täglich 16 km mit dem Rad. (Hamburg ist groß 😉 )

Im Training war ich streng mit mir, doch nicht hart. Ich hatte Geduld mit mir und forderte mich konsequent. Ich hörte meiner Lehrerin zu, wie noch nie. Sie unterstützte mich, wo sie nur konnte. Wir beide spürten: Ich hatte begriffen, worauf es ankommt.

Das Ziel im Fokus

Mein Fokus lag auf dem Ziel: Ich wollte alles in meiner Macht stehende tun, um die Prüfung zu bestehen. Doch ich wollte mich nicht dafür kaputt machen. Ich war so klar. Ich fühlte das erste Mal, wie es war, wenn das Herz denkt und der Verstand fühlt.

Es war eine unglaubliche Zeit. Vielleicht die schönste, in jedem Fall die intensivste Zeit, die ich je in der staatlichen Ballettschule erleben durfte. Was ich in diesen sechs Wochen erreichte – physisch und mental – konnte mir keiner mehr nehmen. Ich hatte auf ganzer Linie gewonnen.

Es war keine Überraschung, dass ich die Prüfung nicht bestand.

Meine Lehrerin bedauerte das aus vollstem Herzen. Sie hatte sich für mich eingesetzt, aber eine Stimme genügte nicht. Sie hatte mich in diesen Wochen genau beobachtet. Und sie wusste, dass ich es geschafft hatte, den entscheidenden Hebel im Kopf umzulegen. Sie glaubte an mich.  Ich konnte das spüren und das machte mich glücklich.

Ich hatte es geschafft

Es war ein eigenartiges Gefühl, sich auf eine Prüfung vorzubereiten, von der ich wusste, dass ich sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,99% nicht bestehen würde.

Doch was hatte ich zu verlieren? Eine Zukunft, in der ich mir hätte die Taschen volllügen können.

Mir diese Möglichkeit zu nehmen war es wert, diesen Weg zu gehen. Und die Früchte, die ich mir aus dieser Zeit mitnahm, sollten mir später noch nützlich sein.

Natürlich war ich traurig, dass ich die Prüfung nicht bestanden hatte. Einen winzig kleinen Hoffnungsschimmer hatte ich ja doch in mir, das Unmögliche möglich machen zu können.

Wichtiger war mir zu diesem Zeitpunkt jedoch, ein schwerwiegendes WENN in meinem Leben ausgemerzt zu haben.

Ich hatte die Verantwortung für meine Zukunft übernommen. Jetzt war es mir nicht mehr möglich, mir oder anderen vorzumachen, dass ich hätte Tänzerin werden können, WENN ich die Prüfung gemacht hätte.

Und das war alles, was in diesem Moment zählte!

Verantwortung übernehmen ist ein tolles Gefühl

In dieser Zeit spürte ich zum ersten Mal, was für ein tolles Gefühl es ist, für sich und sein Leben die Verantwortung zu übernehmen. Selbst, wenn die Aussichten weniger rosig sind. Oder gerade dann?

Nach dieser Phase kam eine lange Tiefphase. Davon berichte ich Dir in einem anderen Blogartikel.

Eine Sache habe ich noch nicht erwähnt: Ich habe mich während dieser ganzen Zeit niemandem wirklich anvertraut, weil ich mich für meine Probleme und Gedanken schämte. Rückblickend kann ich erkennen, dass ich mich selbst damit am meisten schwächte, weil ich so natürlich auch keine Möglichkeit schuf, mir helfen zu lassen.

Mach Du es besser!

Übernimm Verantwortung für die Gedanken und Gefühle, die Dich bedrücken, indem Du Dich Personen in Deinem Umfeld anvertraust, die Dir nahe stehen. Oder such Dir einen Coach oder Therapeuten.

Du bist nicht alleine und Du musst es nicht alleine durchstehen. Das muss niemand. Du bekommst an jeder Ecke Hilfe, wenn Du es zulässt.

Kein erfolgreicher Mensch steht seine Probleme und Herausforderungen alleine durch. Jeder Sportler hat ein Team und mindestens einen Coach an seiner Seite, der ihn fordert und fördert, reflektiert und unterstützt.

Jetzt anfangen!

Du kannst jederzeit damit anfangen, Dein Leben zu verändern. Warte nicht auf etwas im Außen, das vielleicht nie eintreten wird. Du, nur Du alleine bist diejenige, auf die es ankommt!

Wenn Du die Entscheidung gefällt hast, etwas in Deinem Leben ändern zu wollen, hast Du den wichtigsten Schritt bereits vollzogen.

Das sind 50% des Weges.

Der Rest ergibt sich. Dazu erfährst Du mehr in meinem Blogartikel, in dem ich Dir erzähle, wie ich doch noch Tänzerin wurde. 😉

Denn: Ich habe die Prüfung zwar nicht bestanden und bin dennoch Tänzerin geworden. 😀

Und ich bin sicher, ohne DIESE Prüfungserfahrung wäre ich niemals Tänzerin geworden. 😉

Hol Dir Unterstützung!

Hast Du Dich entschieden und weißt nicht, wo anfangen, dann such Dir einen Menschen, der da ist wo Du hinmöchtest und lass Dich von ihm begleiten. Jeder, wirklich J-E-D-E-R von uns hat die Möglichkeit, aus der Sch…., in der er aktuell drinsteckt, herauszufinden.

Es gibt immer einen Weg! Auch wenn Du ihn vielleicht gerade nicht sehen kannst. Und keiner muss ihn alleine gehen! Auch Du nicht!

Ich bereue nichts in meinem Leben. Doch wenn ich eine Sache ändern könnte, dann wäre es dies: Ich hätte mich viel früher anderen anvertraut. Und ich hätte mir viel früher in meinem Leben einen Coach an die Seite geholt.

Ich hoffe, meine Geschichte konnte Dich ein wenig inspirieren und ermutigen. Lass es mich wissen, indem Du mir einen Kommentar hinterlässt!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut und Freude und Zielstrebigkeit auf Deinem Weg zu Deinen Zielen und zu Deinem Glück!

Solltest Du Dir dabei streckenweise Begleitung wünschen, kontaktier mich gerne. Ich freue mich, wenn ich Dir weiterhelfen kann.

Sei von Herzen gegrüßt,
Jana

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Photo by Andre Thomas Weller on Unsplash

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Showing 2 comments
  • Jeannette

    Liebe Jana,
    unglaublich… du triffst derzeit wirklich den richtigen Nerv bei mir. Erst dein Artikel mit der Komfortzone, der mir klar gemacht hat, dass sich nichts von allein ändern wird in meinem Leben. Nun dein Wenn Artikel, der sagt nutze die gebotenen Möglichkeiten. Passt total. Ich war am Überlegen, was genau ich ändern könnte, traute mich aber nicht den Gedanken zu zulassen, einfach nochmal komplett neu anzufangen. Neuer Job, neue Stadt, neue Menschen, ganz neues Leben. Jetzt bin ich mir aber sicher, genau so muss es passieren, raus aus meiner bequemen Komfortzone, rein in die Welt. Die Wenns nutzen, die sich bieten. Es einfach machen!!
    Ich bin total motiviert, inspiriert und freue mich auf das, was da kommen mag. Vielen Dank dafür!!!
    Deine Leserin Jeannette 😉

    • Jana

      Liebe Jeannette,
      wie wundervoll, Dich so inspiriert und motiviert zu lesen! 💕 Es freut mich, dass meine kleinen Geschichten Dir Mut machen, Dein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Ich wünsche Dir ganz viel Freude bei allem, was Du Dir vornimmst!
      Sei ganz herzlich gegrüßt,
      Jana

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