Sag Ja zu Dir! Ich dachte, mir würde das nicht mehr passieren

Eine Leserin macht Mut zum Ja zu Dir!

Im Rahmen meiner Blogparade „Sag Ja zu Dir!“, die noch bis 13. Mai 2018 läuft, hat eine Leserin die Gelegenheit ergriffen, um Dir ihre Geschichte zu erzählen.

Diese Geschichte berührt mich persönlich tief, da ich mich sehr stark an meine Zeit im Burnout erinnert fühle. Solltest Du Dich gerade in einer emotional sehr herausfordernden Phase Deines Lebens befinden, findest Du mit dieser Geschichte vielleicht endlich den Mut, um die Reißleine zu ziehen.

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Der Versuch, „vernünftig“ zu sein

Tja, wie fange ich an? Damit, dass ich (bald 50 J.) mit ca. 18 Jahren den Wunsch entwickelte, mit Menschen zu arbeiten? Ja genau. Und bald wusste ich, es soll im Bereich der Ehe- und Lebensberatung sein.

Ich studierte Sozialwesen (nach einer zuvor kaufmännischen Ausbildung) und landete dann in einer anderen, thematisch ebenfalls sehr spannenden Beratungsstelle, mit der Hoffnung auf eine therapeutische Weiterbildung. (Mir sind eine gute Qualifizierung und ein professionelles Arbeiten mit Menschen immer sehr wichtig gewesen!)

Ich mag es kaum schreiben (und spüre gerade einen Kloß im Hals) – dort nahm ich für ca. 7 Jahre (!) den sehr unschönen Umgang der obersten Leitung mit uns Mitarbeitern in Kauf – trotz Ablehnung einer Weiterbildung!

Wie klein und schwach ich mich fühlte

Ich war damals froh und dankbar, in einer Beratungsstelle tätig sein zu können, was mir so wichtig war. Ich dachte an meine Verantwortung, die Familie mit zu ernähren und hoffte auf ein Wunder („Vielleicht ändert sich diese Person doch noch oder etwas von außen „regelt die Dinge“…?!)

Wie klein und schwach und depressiv ich mich damals fühlte! Dabei bekam ich so viel Anerkennung von Kollegen und Klienten! Mein Selbstbild war total verdreht…  Mehrere Jahre ging es mir also ziemlich schlecht und so hat meine kleine vierköpfige Familie ebenfalls (unter meiner Verfassung) gelitten.

Was hab ich ihnen und mir alles zugemutet!!… Die Umstände verbesserten sich schließlich doch noch, es ging mir wieder besser und ich dachte, mir würde so etwas nie wieder passieren können. Das nächste Mal würde ich meine innere Stimme und die Zeichen meines Körpers nicht zum Schweigen bringen und „durchhalten“. Nein, ich würde mich rechtzeitig in Sicherheit bringen und kündigen! (Bin ja nicht blöd, hab ich doch schmerzhaft lernen müssen…)

Hoffnung auf Veränderung

…Und schließlich ergab sich für mich die Gelegenheit, den Arbeitsort zu wechseln – mit wieder der Option auf eine therapeutische Weiterbildung, der Erfüllung meines Traumes. Zudem gefiel mir, dass ein neuer spannender Themenbereich auf mich wartete, ich nur noch einen kurzen Arbeitsweg haben würde und auf volle Stelle gehen konnte. –

Heute graut es mich, wenn ich an den ersten Tag denke (vor ziemlich genau 5 Jahren): Unfreundlicher Empfang und Überhäufung von Aufgaben, die in  Summe eine volle Stelle überschritten (mit u.a. fachlichen Überforderungen)!

Das Ergebnis war, dass ich von diesem Tag an Durchschlafstörungen hatte, die mich über vier Jahre in fast jeder Nacht verfolgten!  Fast vier Jahre hielt ich erneut durch (wie bescheuert!) bei der Hoffnung auf positive Veränderungen meiner Umstände am Arbeitsplatz.

Ich liebte diese Arbeit und war richtig gut, doch meine Seele war in diesem Klima unglücklich.

Der Kampf im Inneren

Es kämpften also wieder zwei Stimmen in mir. Die eine schrie (und schon nach wenigen Tagen!): „Hey, wenn du dich hier nicht schnell in Sicherheit bringst und gehst, wirst du auf lange Sicht schwer krank!“ Die Andere versuchte – wie damals – zu beschwichtigen: „Halte durch, vielleicht wird ja doch noch alles gut? Und die Arbeit ist ja auch toll! Würdest du etwas Vergleichbares überhaupt noch mal finden??? Du hast eine Familie mit zu ernähren. Man kündigt doch nicht einfach so nach über 15 Jahren bei einem Arbeitgeber!“… 

Statt mich also ernst zu nehmen, zu schützen und aus dem für (nicht nur) mich schädlichen Klima auszusteigen, dokterte ich an MIR herum. Ich versuchte, mir ein dickes Fell anzulegen („Vielleicht bin ich einfach nicht so belastbar oder zu sensibel?“), machte einen MBSR-Kurs („Vielleicht macht mich der stärker und belastbarer?“), nahm systemische Beratung in Anspruch, ließ mich coachen… und es ging mir dennoch immer schlechter. Ich hatte inzwischen auch eine Darmentzündung entwickelt und steckte erneut in einer Depression. Na toll, ganz prima!

Und dann kam die Wende

Und dann kam der Tag, als meine Situation eine Wende nahm: Ich besuchte ein Seminar zur Gewaltfreien Kommunikation. Thema war hier die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse.

Es löste viele Tränen bei mir aus und wirkte bereits heilend. Als ich dann am Abend auf einer Familienfeier war und nach meinem Befinden in der letzten Zeit gefragt wurde, nahmen mich meine besorgten, lieben Familienmitglieder in die Mangel. Sie zwangen mich nahezu, zum Arzt zu gehen und mir endlich mal eine Pause zu gönnen.

Ich wehrte mich noch: „Ich muss doch nächste Woche einen Vortrag halten und dann ist da doch noch…!“ „NEEEEIIN“! hörte ich meine Lieben rufen. Ich sah in ihre besorgten Gesichter, IHRE Tränen und versprach, morgen meinen Hausarzt aufzusuchen. Noch in derselben Woche ging ein Reha-Antrag raus! –

Es erschreckt mich immer wieder zutiefst, wie schuldig, mies und „verboten“ ich mich während der ersten zwei Wochen zuhause fühlte, nur weil ich mir nun – nach all den Jahren, in denen ich wirklich ALLES gegeben hatte    erlaubte, mich endlich mal krankschreiben zu lassen.

Wie hab ich damals getickt!? Wie wenig hab ich mich wichtig genommen!… Ich könnte jedes Mal wieder weinen, was ich mir – und nochmals meiner Familie (inzwischen geschieden und neu verheiratet) – mit meinem jahrelangen Zögern an Sorgen zugemutet hatte!

ICH muss MICH ändern

In den folgenden Monaten ging mir viel durch den Kopf und schließlich erlaubte ich mir zu träumen: „Du bist offenen Auges ein zweites Mal in eine solche Krise gerannt und jetzt krank. SO kann es also nicht weitergehen. Es MUSS sich etwas ändern! ICH muss MICH jetzt ändern! … Was wolltest du eigentlich schon immer tun? Du hattest doch jahr(zehnt)e lang einen Traum? Warum nicht JETZT das Ruder rumreißen – kündigen, eine tolle  Weiterbildung machen und deinen Traumjob beginnen? Baby, du gehst auf die 50 zu!“ –

Wow, das fühlte sich grandios an!

Na gut. Ich bewarb mich bei einem systemischen Weiterbildungsinstitut, stellte mich vor. Die wollten mich gerne nehmen. „Alles klar. Dann fahre ich mal zur Reha und schaue, was die mit mir macht und ob sich noch neue Ideen entwickeln?…“

Während der Reha konnte ich mich – fernab vom Alltag, meinen Aufgaben und Rollen – ganz auf mich und meine Bedürfnisse konzentrieren. Dabei spielten die Ruhe zum Nachdenken und In-mich-Hineinfühlen, gute Gespräche, mein Glaube an Gott und ein bestimmtes Buch eine wichtige Rolle.

Das Wunder geschah

Ich weiß noch, wie ich Anfang Juni dort in der Sonne auf der Liegewiese lag, „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ zu Ende gelesen hatte und wusste: „Ich werde kündigen, ich werde meinen jetzigen Arbeitskontext verlassen! Ich werde „springen“. Gott! Du weißt, was mein Wunsch ist und was für mich tatsächlich das Beste ist. Und da ich weiß, dass du das Beste für mich willst, springe ich also ins Ungewisse und vertraue darauf, dass DU mich auffängst und es gut wird!“

Was soll ich sagen? Halleluja, das Wunder geschah!

Ich kündigte, absolvierte endlich eine super-tolle 6-monatige Vollzeitweiterbildung mit hohem Selbsterfahrungsanteil und fand schon während dieser Zeit meinen aktuellen Arbeitsplatz, bei dem ich – wie früher – Einzelgespräche führe und auch Gruppen leite, was ich so sehr liebe.

Endlich wieder glücklich

Dieser Arbeitsplatz macht mich buchstäblich glücklich, denn neben der so sinnhaften Tätigkeit, bewege ich mich jetzt an einem Ort, an dem ich mich gesehen und sehr gewertschätzt fühle! Jeden Tag schicke ich Gebete voller Dankbarkeit in den Himmel und freue mich zusammen mit denen, die mich lieben.

Nach (viel zu langen) schmerzhaften Erfahrungen habe ich endlich gelernt und gewagt, JA ZU MIR zu sagen – und habe dann viele superschöne Wunder erfahren dürfen!

Leute, traut euch, euch wichtig zu nehmen und JA zu EUCH zu sagen!!!

Alles Gute auch für EUCH – weil ihr es verdient! H.

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Weil Du es verdienst

Ich wünsche, dass diese Geschichte Dir Bestätigung gibt. Bestätigung, dass Du es nicht nur verdient hast, sondern es Dein Recht ist, Dich um Dich selbst zu kümmern und für Dich selbst da zu sein. Wenn nicht Du, wer dann?

Wenn Du Dir dabei konkret Unterstützung wünschst, dann schreib mir und wir vereinbaren einen Termin für ein Erstgespräch. Mit meinem 1:1 Coaching kann ich Dir helfen, die von Dir gewünschten Veränderungen zu bewirken. Ich freu mich auf Dich! 🙂

Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende voller Sonne, Entspannung  und ganz viel JA zu Dir und zum Leben!

Sei herzlich gegrüßt,

Jana

#sagjazudir

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Photo by Eli DeFaria on Unsplash

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