Glücklich durch Lachen? Spaß bei der Arbeit

Warum Spaß bei der Arbeit einer der wichtigsten Faktoren ist

Heute folgt der zweite Teil meiner Selbstüberprüfung, ob Lachyoga mich glücklicher macht. Ich werde mich weniger über das tatsächliche Praktizieren von Lachen äußern als vielmehr dem Gedanken nachgehen, weshalb Spaß an der Arbeit auch heute noch leider völlig unterschätzt wird.

Damit wären wir beim dritten Vorteil, den wir Lachyogis Lachyoga-Interessierten versprechen: Vorteile bei der Arbeit.

Aufgrund der Kürze der Zeit beschränken wir uns in Gesprächen meistens auf die physischen Aspekte des Lachens.

Z.B. die vermehrte Sauerstoffaufnahme durch die schnellere und tiefere Atmung. Da das Gehirn zum optimalen Arbeiten 25% mehr Sauerstoff benötigt, wirkt sich das Lachen dementsprechend positiv auf unsere Konzentration aus.

Sprich: Wir schaffen es, uns innerhalb unserer Arbeitszeit länger zu konzentrieren und können somit bessere Leistung erzielen.

Mich persönlich interessiert mehr der mentale Aspekt. Um bei der Arbeit lachen zu können, brauchst Du eine gewisse Geisteshaltung der Arbeit gegenüber: Du musst Spaß oder zumindest Freude an ihr haben.

Vorteile bei der Arbeit

Wie oben schon erwähnt, unterstützt Dich Lachen bei der Arbeit vor allem auf mentaler Ebene.

Es erlaubt Dir einen spielerischen Blick von außen. Wenn wir bei der Arbeit in den Spielmodus kommen, setzen wir Kreativität frei. Und Kreativität ist unweigerlich mit Spaß verbunden. 🙂

Spaß ist dabei nicht gleichzusetzen mit Rumblödeln. Ganz im Gegenteil.

Bist Du mit Spaß bei der Arbeit, nimmst Du sie viel ernster als wenn Du keinen Spaß an ihr hast.

Der Spaß macht sie zu etwas, was Dir wichtig ist. Worum Du Dich wirklich kümmern möchtest. Was Du Dir nicht durch faule Kompromisse madig machen lassen möchtest.

Spaß bei der Arbeit erlaubt Dir größer, ver-rückter und quer zu denken. Vielleicht sogar mal gar nicht zu denken und einfach mal zu machen.

Eine Anekdote

In meiner Ausbildung zur Tänzerin hatte ich einen wirklich tollen Lehrer, der mit sehr viel Spaß und Begeisterung unterrichtete. Anhand von Pirouetten gab er uns eine echt starke Erfahrung mit.

Wir hatten bereits einigermaßen herausgefunden, wo während einer Drehung unsere Arme und Beine hingehören.

Was das Becken, der Bauch, die Rippen, die Schultern und der Kopf wann und wie machen sollten.

An diesem Punkt beschäftigten uns vor allem noch zwei Sachen: Die Angst vor der Landung und die Überzeugung, dass Pirouetten eine WIRKLICH knifflige Angelegenheit sind.

Sah dieser Lehrer nun die Angst in unseren Gesichtern, ließ er uns den Raum in der Diagonale mit einer durch und durch bekloppten Übung durchqueren:

Mit beiden Beinen ein kleines Stück nach vorne hüpfend die Arme schlackern, Kopf hängen lassen und mit jedem Schritt schütteln.

Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, was für ein Gegacker das war. Mit rund 25 Mädels in einem Saal.

Wir waren peinlich berührt und verstanden Null, weshalb wir das machen sollten. Doch wir taten es UND… wir hatten eine Menge Spaß dabei. 😀

Die Übung dauerte so lange, bis der ganze Haufen so richtig ausgelassen kicherte und giggelte. Dann gingen wir zur Tagesordnung über und drehten wieder Pirouetten.

Ausnahmslos alle konnten „auf einmal“ viel besser und drehen.

Was war passiert?

Der Lehrer hatte es geschafft, uns zum Lachen zu bringen.

Lachen verschafft Dir Distanz zu Deinen Gedanken. Es versetzt Dich in den Spielmodus.

Im Volksmund sagt man „Du taust auf“ oder „Du kommst aus Dir heraus“.

Und genau dieses Aus-Dir-Herauskommen befähigt Dich, aus Deiner Blockierung in den „Einfach machen“-Modus zu wechseln.

Die Angst, etwas falsch zu machen, verschwindet. An ihre Stelle tritt eine „try and error“-Einstellung. In unserem Fall war z.B. die Angst hinzufallen einem „Ja, und? Dann stehst Du halt wieder auf und machst es noch einmal“ gewichen.

Es hatte mich damals durch und durch fasziniert, was so eine kleine Spaß-Übung für Auswirkungen haben konnte.

Sie hatte mir gezeigt, wie unsere Gedanken unsere Fähigkeiten blockieren können. Wie befreiend es sein kann, einfach mal zu machen.

Vor nicht all zu langer Zeit habe ich ein beeindruckendes Buch von Arne Gillert gelesen. Der Spielfaktor: Warum wir besser arbeiten, wenn wir spielen*.

Darin beschreibt er in anschaulichen Beispielen aus seiner Tätigkeit als Organisationsberater, was für einen gewaltigen Unterschied es macht, wenn Unternehmen es schaffen, ihre Mitarbeiter – ja, auch die Manager 😉 – in den Spielmodus zu versetzen.

Es ist ein wirklich gutes Buch und zeigt, wie wichtig die Arbeit von Arne Gillert in einer Welt ist, in der Leistung  alles zu sein scheint, was zählt.

Spaß bei der Arbeit unerwüscht

In Gesprächen bekomme ich immer wieder mit, dass Lachen bei der Arbeit nicht gerne gesehen und schon gar nicht gehört wird.

Mitarbeiter werden wie in der Schule auseinander gesetzt, weil sie angeblich zu viel miteinander lachen. Neue Mitarbeiter werden über die Probezeit hinweg nicht verlängert, weil sie zu viel und zu laut lachen.

Noch immer bekommt man ein „Sie haben wohl nicht genug zu tun“ um die Ohren gehauen, wenn man es wagt, bei der Arbeit Spaß zu haben und dabei vielleicht sogar zu lachen.

Was ist das für eine Arbeitskultur?

Darf Arbeit keinen Spaß machen?

Darf sie Dich nicht erfüllen? Ist gute Arbeit nur das, was unter Müh und Qual entstanden ist? Leistest Du nur dann „richtige“ Arbeit, wenn Dein erstes Wort am Morgen „Scheiße“ ist, wenn Dein Wecker Dich aus dem Schlaf reißt? Und es Zeit ist, in Dein verhasstes Büro zu Deiner verhassten Arbeit zu fahren?

Ist Deine Arbeit nichts wert, wenn sie Dir Spaß macht?

Oft bekam ich Sätze wie „Du hast doch keine Ahnung. Du hast doch noch nie richtig gearbeitet!“ um die Ohren gehauen.

Mal abgesehen davon, dass das reine Training ohne die Vorbereitung auf Vorstellungen bereits 9 Stunden in der Woche vereinnahmte, „arbeitete“ ich im Schnitt zwischen 32 und 46 Stunden in der Woche.

Mir war schleierhaft, wie man das nicht als Arbeit betrachten konnte. Nur weil es mir wirklich Spaß machte?

Ich war schon immer absolut unfähig, eine Arbeit zu tun, der ich persönlich nichts abgewinnen kann. Lange Zeit habe ich das als ein Manko betrachtet und mich schlecht deswegen gefühlt.

Heute sehe ich das anders. Ich denke, dass es sehr stark ist, für das zu gehen, was einem wichtig ist. Sich nicht brechen zu lassen. Sich seine Träume zu bewahren und darauf hinzuarbeiten, diese zu erfüllen. Manchmal auch entgegen aller „Vernunft“. Wobei ich nie das Gefühl hatte, unvernünftig zu sein.

Ich hatte auch nie das Gefühl, mutig zu sein, wie mich viele fanden. Ganz ehrlich? Ich finde es ganz schön mutig von all den Menschen, ihrer inneren Stimme nicht zu folgen.

Die Voraussetzung für diesen Weg ist allerdings, zu wissen, was man möchte. Und das wissen die wenigsten.

Es wird nicht besser, wenn Du Dich nicht aktiv darum kümmerst

Sätze wie der oben zitierte machen mich heute vor allem betoffen. Denn was sagt es über diejenigen aus, die sie äußern?

Sie kommen von Menschen, die sich an ihren Arbeitsplatz gefesselt sehen. Die das Gefühl haben, sie verschwenden bei der Arbeit ihre Lebenszeit. Die eigentlich etwas anderes machen möchten. Menschen, die ihre Zeit in Büros absitzen und darauf warten, dass der Tag kommt, an dem alles besser wird. Oder die Rente.

Wenn Du Dich aber nicht aktiv darum kümmerst, dass es besser wird, wird es auch nicht besser werden. Veränderung beginnt bei Dir! Sie kann nur aus Dir selbst heraus entstehen.

Du nimmst die Welt so wahr wie Du denkst, dass sie ist.

Kannst Du die Möglichkeit, dass sie vielleicht doch anders ist, in Betracht ziehen, veränderst Du Deinen Fokus. Infolgedessen nimmst Du die Welt verändert wahr.

Deine Arbeit ist so, wie Du über sie denkst

Mit Deiner Arbeit ist es dasselbe. Du nimmst sie so wahr, wie Du über sie denkst.

Hast Du gelernt, dass Arbeit keinen Spaß machen darf? Dass man hart für seinen Erfolg kämpfen muss? Ist es normal für Dich, in einem Arbeitsverhältnis auszuharren, dass Dir verhasst ist, nur um am Ende Geld als Gegenleistung für Deine Lebenszeit zu erhalten? Denkst auch Du, dass erst die Arbeit und dann das Vergnügen dran ist?

Was wäre, wenn Du eine Möglichkeit entdecken würdest, Deine bestehende Arbeit spielerischer ausführen zu können? Würdest Du sie ergreifen? 

Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn Du die Chance hättest, heute sofort das zu tun, was Du schon immer machen wolltest? Was wäre es? Und warum würdest Du es tun wollen?

Wenn Du von jetzt an wirtschaftlich unabhängig wärst, würdest Du weiterhin die Arbeit machen, der Du derzeit nachgehst? Würdest Du sie genau so verrichten, wie Du es derzeit tust? Wenn nein, weshalb nicht?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei Deinen Antworten ein Faktor bedeutend war: Der Spaß-Faktor! Oder täusche ich mich?

Der schelchte Ruf des Spaß-Faktors

Ich habe nie verstanden, wieso der Spaßfaktor bei der Arbeit einen so schlechten Ruf hat.

Jeder Arbeitgeber, der interessiert an einem erfolgreichen Unternehmen ist, sollte dafür Sorge tragen, dass seine Mit-Arbeitenden Spaß an ihrer Arbeit haben. Denn genau sie sind es, die mit ihrer Mit-Arbeit das Unternehmen voran bringen. Oder eben auch nicht.

Nur wer Spaß hat, ist auch wirklich diszipliniert. Nur wer sich selbst in seiner Arbeit ein Stück verwirklichen kann, ist mit allem Ernst dabei – trotz Spaß.

Alle bewundern Leistungssportler für ihre Disziplin.

Ich war Hochleistungssportlerin und kann Dir verraten, dass Du nur so lange diszipliniert bist, solange Du Spaß an der Sache hast. Du hast Vergnügen an Herausforderungen. Äußerlichen und innerlichen. Es macht Dir Freude, Dich an Dir selbst zu messen und an den Aufgaben zu wachsen.

Dabei sind hochgezogene Mundwinkel nicht unbedingt DAS Zeichen, dass man seiner Arbeit mit viel Freude nachgeht.

Man sieht das Lachen mehr in den Augen. Du kannst ein innerliches Erfülltsein während des Tuns spüren und andere können es Dir ansehen. Man kennt diesen Zustand auch unter dem Begriff Flow.Spaßß an der Arbeit macht glücklich.

Finde DEINEN Weg, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen

Sport ist EIN Weg, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen. Letztendlich ist jeder einzelne Beruf nichts anderes als ein Weg, sich den Anforderungen des Lebens zu stellen.

Egal, welche Tätigkeit Du betrachtest, am Ende stehen wir in allen vor den selben Herausforderungen: Uns vom blutigen Anfänger zum ernstzunehmenden Gruppenmitglied bis hin zum Experten auf unserem Gebiet zu entwicklen.

Ob du eine Führungsposition anstrebst oder nicht hängt dabei von Deinen individuellen Anlagen, Wünschen und Glaubenssätzen ab.

Ich denke, das Leben wartet uns schon mit genügend Herausforderungen auf. Im Beruflichen genauso wie im Privaten. Wieso machen wir es uns doppelt schwer und mühen uns mit einem Job ab, der uns nicht am Herzen liegt?

Wenn Du Dir überlegst, was Du in Deinem (Berufs)Leben alles erreicht hast, obwohl es sich bisher vielleicht nicht um Deinen Traumjob handelte: Wo wärst Du heute, wenn Du dieselbe Power in einem Beruf eingesetzt hättest, der Dir so richtig Spaß gemacht hätte?Spaß an der Arbeit ist das Geheimnis zum Glück.

Was bringt mir nun Lachyoga bei der Arbeit?

Arbeit darf Spaß machen, Dir Vergnügen bereiten, Dich persönlich weiterbringen.

Viele erlauben sich das aber nicht. Sehr viele von uns laufen mit haarsträubenden Glaubenssätzen durchs Leben. Beispiele gefällig?

  • Das Leben ist kein Ponyhof/Zuckerschlecken/Picknick/Spaß.
  • Nur harte Arbeit ist ehrliche Arbeit.
  • Wer lacht, hat nicht genug zu tun.
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Lieber tot als zweiter.
  • Ohne Fleiß kein Preis.
  • Erfolg muss man sich verdienen.
  • Der zweite Sieger ist der erste Verlierer.
  • Um Erfolg zu haben braucht man starke Ellenbogen.
  • Du kannst nicht alles haben.
  • Nur die Harten kommen in den Garten.
  • Man kann sich nicht nur die Rosinen raus picken.

Lachyoga ist eine Möglichkeit, mit einer anderen Sichtweise in Berührung zu kommen. Arbeit ernst aber nicht zu ernst zu nehmen. In Betracht zu ziehen, dass Freude im Leben auch dann noch möglich und erfahrbar ist, wenn es bei der Arbeit gerade mal nicht rosig aussieht. Oder Du arbeitslos bist. Eine Beförderung an Dir vorbei gegangen ist. Oder Du an einem Projekt arbeiten sollst, das Du nicht machen möchtest.

Lachyoga erinnert Dich auch daran, dass Dein Leben nicht ausschließlich aus Arbeit besteht. Und das es manchmal gut tut, über seine Arbeit zu lachen. Vor allem über sich selbst. Wenn man sich z.B. mal wieder so von seiner Arbeit stressen lässt als würde morgen die Welt untergehen, wenn man heute nicht alles schafft. Ganz unabhängig davon, ob Du nun Deinem Traumjob nachgehst oder nicht.

Und Schluss!

Ich könnte noch ewig weiterschreiben über dieses Thema. Es gibt so viele Aspekte, die ich noch gerne ausleuchten und denen ich noch weiter nachspüren und auf den Grund gehen könnte. Für heute ist jedoch Schluss. 😉

Zum Abschluss gebe ich uns mit einem Zitat des Kabarettisten Urban Priol etwas zu denken mit:Spaß an der Arbeit ist unabdingbar für ein glückliches Leben.

Ich wünsche Dir eine großartige Woche und viel Spaß bei der Arbeit! 😀

Sei herzlich gegrüßt,

Jana

*Promolink

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Photo by David Siglin on Unsplash

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