Gleiches Recht auf NEIN für alle!

Wie gehst Du selbst mit einem NEIN um?

Wenn Abgrenzung eine Herausforderung für Dich ist, könnte es ganz interessant sein, Dir anzuschauen, wie Du selbst auf ein NEIN reagierst.

Fühlst Du Dich bei einem NEIN zurückgewiesen, unwichtig oder nicht dazugehörig? Reagierst Du dann enttäuscht, verletzt, wütend oder beleidigt? Empfindest Du den anderen als herzlos und egoistisch? Lehnst Du den NEIN-Sager dann ab?

Inwiefern könnte Deine Art, auf ein NEIN zu reagieren, mit Deiner Unfähigkeit, NEIN zu sagen zusammenhängen?

Angst vor einem NEIN

Könnte es sein, dass Deine Reaktion auf ein NEIN Dein eigenes NEIN mitbestimmt?

Ich kann mich erinnern, dass ich früher sehr viel Angst vor einem möglichen NEIN hatte. Ich fühlte mich dann zurückgewiesen, klein und unbedeutend.

Rufe ich dieses Gefühl in mir wach, spüre ich eine Enge in der Magengegend. Einen Druck. Wie ein Knoten.

Zeitgleich beginnt sich meine Körpergrenze aufzulösen. Ich bin ungeschützt. Bildlich kannst Du Dir das so vorstellen, als würde meine Haut in viele hunderttausend Pixel zerfallen. Sie driften langsam auseinander und verteilen sich im Raum.

Ich falle sprichwörtlich auseinander.

Diese sich ausbreitende Auflösung wird begleitet durch ein nervöses Vibrieren, welches zaghaft mein Umfeld abtastet, in ängstlicher Erwartung, es könne noch etwas Schmerzhaftes auf mich zukommen.

Vom Halten und Aushalten

Dieses Gefühl ist nicht sonderlich angenehm und ich konnte es früher nicht sehr gut aushalten.

Durch Körperarbeit habe ich gelernt, solche Gefühle zu halten. Die Betonung liegt hier auf halten, nicht auf aushalten!

Wenn ich ein unangenehmes Gefühl halten kann, stehe ich im Kontakt mit mir selbst und wende mich dem zu, was jetzt gerade in mir lebendig ist.

Dann entspannt sich dieses Gefühl relativ schnell und löst sich nach einiger Zeit auf bzw. findet seinen Platz in mir, ohne weiter Spannung zu erzeugen.

Halte ich ein Gefühl aus, lasse ich es über mich hereinbrechen, wende mich innerlich von ihm ab und warte auf den Moment, an dem es wieder verschwindet. So vermeide ich den Kontakt mit dem, was gerade in mir lebendig ist und das Gefühl verstärkt sich.

Für sich statt gegen Dich

Wenn Du ein Thema damit hast, ein NEIN nicht gut wegstecken zu können, dann überprüfe, was genau in Dir ausgelöst wird. Ein Vergleich mit den Ängsten, die Du selbst beim NEIN sagen hast, kann hilfreich sein.

Wie oben bereits erwähnt, fühle ich mich dann zurückgewiesen und nicht wichtig. Sehr dabei geholfen, mit einem NEIN zurecht zu kommen, war eine der vier Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation nach Marhshall B. Rosenberg:

Dein Gegenüber tut es für sich, nicht gegen Dich!

Wenn Dir jemand ein Bitte ausschlägt, erfüllt sich diese Person gerade selbst ein Bedürfnis.

Obwohl unterm Strich das Gleiche rauskommt, nimmst Du auf diese Weise das Persönliche aus der Sache raus.

„Ich habe leider keine Zeit“ statt „Du bist doof!“

Wenn Du das nächste Mal ein NEIN zu hören bekommst und es Dir Probleme bereitet, dann überprüfe, was genau die Person zu Dir gesagt hat.

Lass dabei jegliche Interpretation weg! Halte nicht an dem Wahnsinn fest, Du wüsstest ganz genau, was die eigentliche Aussage sei, die unter der Antwort läge.

Wenn also jemand zu Dir sagt: „Nein, tut mir Leid, ich habe keine Zeit!“, dann hat er Dir gesagt, dass er keine Zeit hat. Punkt.

Und nicht: „Ich finde Dich total doof und Du bist es nicht wert, dass ich Dir helfe! Wieso sollte ich meine wertvolle Zeit und meine Kenntnisse an Dich verschwenden?“

Zusammenfassung

  1. Du kannst nicht wissen, was der andere denkt! … !! …. !!! … !!!! … !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  2. Wenn Du einer Person eine bestimmte Meinung über Dich unterstellst, überprüfe, ob es sich dabei vielleicht auch um Deine eigene Meinung über Dich handeln könnte. Denkst Du vielleicht selbst von Dir, dass Du es nicht wert sein könntest, dass jemand seine Zeit in Dich investiert?
  3. Wenn Du davon ausgehst, dass die andere Person gerade etwas für sich tut anstatt etwas gegen Dich, dann bist Du vielleicht auch in der Lage, diesen Gedanken für Dich selbst gelten zu lassen, wenn Du NEIN sagen möchtest: Du tust es für DICH, nicht gegen den anderen!
  4. Ich denke, Du verstehst, was ich Dir sagen möchte.

Möchtest auch Du Gefühle halten lernen anstatt Dich von ihnen überrollen und beherrschen zu lassen, dann schreibe mir eine Nachricht und vereinbare mit mir ein Erstgespräch. Ich kann Dir helfen und unterstütze Dich sehr gerne!

Sei herzlich gegrüßt,

Jana

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Kennst Du schon meine 5-Tage-Challenge „Mut zum NEiN“? Hier geht’s lang…

Photo by Kai Pilger on Unsplash

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